Klinik

Im Moment verspüre ich das seltsame Bedürfnis, in der Klinik sein zu wollen. Ich weiß nicht, was im Moment mit mir los ist. Mir gehts so schlecht wie noch nie. Aber auf der andere Seite läufts ganz oke, zumindest Schule. Abgesehen von der Facharbeit, aber ich hab ja noch 5 Wochen Zeit..

Aber ich reagiere auf alles total extrem, raste bei der kleinsten Kleinigkeit aus oder fange an zu heulen. Ich möchte mich umbringen, und selbst verletzten. Denke darüber nach, steiger mich da rein. Aber einige Zeit später gehts mir so gut wie noch nie. Also richtig extrem. Entweder total schlecht oder total gut… das hatte ich noch nie sooo extrem wie im Moment. Zudem verletze ich mich immer mehr… nachdem ich über ein halbes Jahr davon weg war.. aber es stört mich irgendwie nicht, und irgendwie doch. Diese 2 Seiten die ich habe, die jeder hat, sind im Moment ganz extrem, ganz extrem voneinander entfehrnt, was es nicht unbedingt einfacher macht…
Ich kann nicht schlafen, aber ich liege trotzdem den ganzen Tag im Bett. Ich habe krasse Albträume. Vermutlich von meinen Tabletten. Deswegen nehme ich sie nicht mehr, weshalb ich halt nicht schlafen kann. Mich macht das alles verrückt.. und es macht mir krass Angst… Hoffentlich sind die Ferien bald vorbei, dann habe ich wieder Therapie…
Ahhhh 😦

Ich habe Angst, dass ich irgendwann die Kontrolle verliere…

Gefühlsausbruch und Kontrollverlust

What a day…

Heute morgen dachte ich noch, nach meinem Rückfall gestern ginge es mir nun endlich besser. Was allerdings zu Ende war, als wir die Englishklausur geschrieben haben und ich total verkackt habe… Aber danach ging es noch einigermaßen. Ich hatte mich wenigstens noch unter Kontrolle, als wir in Deutsch gefrühstückt haben, obwohl ich ja eigentlich nichts essen wollte. Aber ich wollte nicht, dass sich irgendwer Sorgen macht oder sonst was. Ich musste mich ein paar mal zusammen reißen, als wir über die Arbeit letzte Woche geschrieben habe, womit ich mir meine gute 2 verkackt habe. Aber ich hatte mich immer noch unter Kontrolle.

In der Pause gings dann los, ich wurde irgendwie aggressiv. Wir sollten ein Anit-Mobbing Projekt mit einer BVJ Klasse machen, wo ich gar kein Bock drauf hatte. Dann wurde das aber abgesagt, weil nur 2 aus der Klasse da waren, zum Glück! Dann sprach mich meine Lehrerin an (Die, mit der ich eine besondere Bindung habe, sie bedeutet mir viel.) und fragte, warum wir gestern zum Schulleiter gegangen sind als wir n Problem mit unserer Lehrerin hatten und nicht zu ihr. Da ich eh schon schlechte Laune hatte, hab ich gedacht, sie würde mir und der Klassensprecherin Vorwürfe machen. Dann saßen wir mit ihr in der Klasse, haben uns kurz über diese Lehrerin und unsere Klassenlehrerin unterhalten, und über die Facharbeit. Dann kams über mich, meine Laune wurde immer mieser, sie ging dann um ein Spiel zu holen und dann musst ich raus, weil ich heulen musste. Ne sehr gute Freundin aus der Klasse ist dann mitgekommen und ich hab geheult, dann kam die Lehrerin wieder und fragte, was los sei. Sie hat dann kurz geredet, das Spiel rein gebracht und kam dann wieder.
Ich war total am zittern und weinen, war mir total unangenehm, meine Gefühle nicht unter Kontrolle zu haben. Dann fragte sie, was los sei, ich sagte ihr, dass ich Englisch verkackt hatte, Deutsch letzte Woche auch. Dann wollte sie mir erzählen, dass meine Noten doch gar nicht so schlecht sind, im Gegensatz zu letztem Jahr. Das stimmt wohl, aber davon kann ich mir auch nichts kaufen… Dann meinte ich, ich schaffe die Facharbeit eh nicht, ich finde ja nichtmal n Thema. Da meinte sie, vielleicht kommt ja noch ein Geistesblitz und mir fällt was ein, darauf hab ich nur gesagt, dass ich hoffe, dass mich n Blitz trifft. WTF, ich hab das ernsthaft zu ihr gesagt? Die denkt doch jetzt, dass ich wieder total labil bin. Dann haben wir irgendwie noch über Übergewicht geredet, gesundes abnehmen und Sport. Sie meinte zu uns, wir sollten sowieso Sport machen, nicht nur zum Abnehmen. Es sei gut, um Abends einfach ohne negative oder Gedanken an Schule einzuschlafen. Da hab ich gesagt, dass das auch mit ein paar Tabletten gut geht. Was ist denn heute nur los mit mir ? Oo
Ich hab völlig die Kontrolle über meine Gefühle, Emotionen, Gedanken und gesprochenen Worte verloren. Heiliger Scheiß… Dann musste ich ihr versprechen, dass ich morgen gute Laune habe, mit der Begründung dass sie morgen total fertig sein wird, weil sie zu einer Weihnachtsfeier muss. Ich hab gesagt, ich kanns nicht beeinflussen, aber ich werde mein bestes geben.. mh..
Achso, sie meinte, ob ich meine Facharbeit nicht über Borderline schreiben will. Ob das so gut ist ? Ich weiß nicht..

Und jetzt habe ich auch noch 3 Wochen keine Therapie, holy shit.. Das wird was..

Vergangenes.

Vergangenes..

 

Manche Tage möchte ich wieder erleben, einige möchte ich nie erlebt haben.
Machen Erfahrungen, die ich gemacht habe, möchte ich nicht vermissen. Bei anderen hingegen wünschte ich, sie nie gemacht zu haben.
Viele Worte würde ich genau so wieder benutzen, einige jedoch lieber weg lassen.
Ein paar Chancen, die ich verpasst habe, würde ich gerne wahr nehmen. Bei anderen hingegen, bin ich froh, sie verpasst zu haben.

5-4-3-2-1-Übung

5
Ich sehe eine Tasse, ich sehe meinen Bildschirm, ich sehe Buchstaben, ich sehe Stifte, ich sehe eine Kerze.Ich höre Stimmen, ich höre das Brummen meines PCs, ich höre das Klicken der Tasten, ich höre meinen Atem, ich höre meinen Fehrnseher.
Ich spüre Kopfschmerzen, ich spüre meine kalten Finger, ich spüre meine Klamotten auf der Haut, ich spüre die Tasten unter meinen Fingern, ich spüre meine Haare auf der Schulter liegen.

4
Ich sehe Buchstaben, ich sehe Boxxen, ich sehe einen Haarreif, ich sehe Nagellack.
Ich höre Menschen sprechen, ich höre meinen Computer, ich höre meinen Atem, ich höre meinen Computer.
Ich spüre Kälte auf meiner Haut, ich spüre meine Klamotten auf der Haut, ich spüre Durst, ich spüre Schmerz.

3
Ich sehe einen Stift, ich sehe blaue Buchstaben, ich sehe Jennifer Weist.
Ich höre eine Frauenstimme, ich höre meinen Magen, ich höre die Tasten der Tastatur.
Ich spüre Kälte, ich spüre Hunger, ich spüre Schmerz.

2
Ich sehe Tabletten, ich sehe Zigarettenschachteln.
Ich höre Stimmen sprechen, ich höre rauschen.
Ich spüre Kälte, ich spüre den Stuhl im Rücken.

1
Ich sehe ein Armband.
Ich höre das Laufrad meines Hamsters.
Ich spüre Kälte auf meiner Haut.

Diese Übung habe ich heute von meiner Therapeutin bekommen, sie soll mir helfen bei Flashbacks oder Gefühlen, die nichts mit der Realität im Moment zu tun haben, sondern von früher noch da sind, wieder in die Realität zurück zu kehren. Meine Aufmerksam komplett der Situatuion im Hier und Jetzt widmen. Mich voll darauf konzentrieren und abgelenkt zu sein. Ich bin gespannt, ob das klappt !

Wie sie funktioniert:

Ob im Kopf oder laut, ihr sagt erst 5 mal auf, was ihr seht, dann 5 mal, was ihr hört, und dann 5 mal, was ihr fühlt.
Dies macht ihr dann nacheinander alles 4,3,2 und einmal!
Ich hoffe, ihr versteht es, ich bin nicht sonderlich gut um erklären.

Therapie-Erfolg ! :)

Heute nach der Schule stand mal wieder Therapie an. Ich hatte Angst, ihr vor der vergangenen Woche zu erzählen, doch ne Freundin hat mich ermutigt und gesagt: “ Red dir alles von der Seele, auch wenn es dir unangenehm ist, erzähl ihr einfach alles. Es wird dir gut tun!“
Gut, ich ewig in meinem Kopf dieses Gespräch geplant. Dann bin ich rein.
Erst haben wir über Das Wetter geredet und so. Dann fragte sie, wie es mir geht.Und ich fing an zu erzählen.

Hab ihr alles erzählt was los war, auch vom Rückfall und dass ich nur noch was für die Schule gemacht habe, damit ich ich ablenke und nicht an doofe Sachen denkte. Und vor meinen ganzen Ängsten, die im Moment wieder da sind. Angst, dass sie Selbstverletzung wieder normal für mich wird, dass ich in der Schule versage, beim Autofahren usw.
Wir haben auch über meine Zukunft geredet. Und ein wenig überlegt, was ich machen kann, in welcher Einrichtung usw.

Und dann hat sie ganz tolle Sachen gesagt 🙂
Sie meinte, sie würde mich persönlich da raus holen, wenn ich nach der Schule nicht ausziehen würde. Und wenn sie mich da raus ziehen muss, es tut mir einfach nicht gut mit meiner Mutter.
Und am Liebsten würde sie jeden Tag neben mir stehen und sagen, wann ich was für die Schule machen darf und wann ich mich entspannen soll und Spaß haben soll.
Und was mich sehr gefreut hat: Ich will ja unbedingt nach Kassel, FSJ und dann studieren. Allerdings hatte ich Angst, meine Therapie bei ihr nicht weiter machen zu können. Aber sie meinte, ich werde sie so schnell nicht los, wir kriegen das schon hin. Sie würde für mich auch Abends in die Praxis fahren, damit ich das zeitlich auch hinbekomme. Dann habe ich gefragt, wie dass denn aussieht, wenn meine Therapie verlängert werden muss und ob die Krankenkasse da wohl mitspielt, grade wenn ich dann 50 km weg wohne. Sie meinte, das sollte kein Problem sein. Sie schreibt auch den Antrag auf Verlängerung, weil das genau dann passieren muss, wenn ich meine Abschlussarbeiten schreibe (Ich hatte schon wieder Panik, wie ich das den alles machen soll). Und falls die Krankenkasse nicht mitspielen sollte (wovon sie aber nicht ausgeht), betreut sie mich in ihrer Beratungsstelle, bis die Krankenkasse wieder einwilligt. Sie arbeitet einmal fest angestellt in einer Beratungsstelle und einmal als private Therapeutin. Das hat mich alles sooo riesig gefreut !
Und wegen der SV, sie meinte, dass müsse man schon ernst nehmen, aber sie denkt, dass ich so stark bin, dass ich nicht wieder komplett in alte Verhaltensmuster falle. Und ich soll mich nicht fertig machen – das gehört nunmal dazu.

Ich konnte ihr sogar ein Wenig über die Sache mit meinem Bruder erzählen, bzw sie hat Fragen gestellt und ich hab nur Ja oder Nein gesagt. Aber auch das war schon schwierig genug… Sie meinte, verdrängen klappt zwar eine gute Zeit lang, aber nicht das Leben lang. Da ich mich im Moment aber erstmal auf meine Schule konzentrieren muss, meinte sie, wir machen nächstes Mal ein paar Übungen zum Verdrängen (Sie musste lachen, als sie sagte, dass sie mir hilft, meine Vergangenheit zu verdrängen. Ich auch 😀 ).

Seit heute hat sie mein vollstes Vertrauen! Und es war die anstrengendste und emotionalste Therapiestunde, seit ich bei ihr bin, aber ich musste nicht heulen ! Auch wenn ich oft kurz davor war..

Mir gehts zwar jetzt nicht super, aber echt ein Stück besser ! 🙂

Rückfall. (trigger)

Sachen gesucht. Tunnelblick. Nur Teppichmesser gefunden. Stumpf. Tunnelblick. Rasierer gesucht. Gefunden. Auseinander gebaut. Geschnitten. Geärgert weil nicht tief genug. Weiter versucht. Pflaster auf die ersten Wunden. Pflaster leer. Verband weg. Aufgehört. Blut. Schönes Blut. Kein Verband. Klebeband. Totale Apathie. Geheult. Morgen Verband oder so kaufen. Und Klingen. Vielleicht. Enttäuscht. Sauer. Angst. Will nicht alleine sein. Schlaflos. Angst, andere Menschen zu enttäuschen, falls es die falschen mitbekommen. Fuck off. Angst, meiner Therapeutin davon zu erzählen.
Will die Nacht nicht allein sein. Mir bleibt nichts anderes übrig.

Haarige Angelegenheit..

Nun sitze ich hier und weine. Eigentlich dumm. Ich hab mir doch nur meine Haare gefärbt und bin mal wieder total unzufrieden. Warum werden sie auch immer 100 mal so dunkel, wie es auf der Packung steht? INTESIVROT ist für mich ein INTESIVES ROT. Und kein braun mit einem leichten Rotstich. Super. Ist ja nicht so, dass ich mich sowieso schon nicht mag. Jedes mal ist das so. Ich färbe meine Haare und heule. Nie wird es so, oder wenigstens annähernd so, wie es sein soll.

Abrasieren?
Jedes Mal möchte ich das tun, doch ich weiß, dass ich es bereuen werde.

Ich bin nur angepisst, weil meine Haare immer mehr kaputt gehen, und immer sehen sie scheiße aus. Es würde sich ja lohnen, wenn es halbwegs gut aussehen würde, also dafür die Haare kaputt zu machen. Aber für diesen Rotz?! -.-

Kann man Haarfarbenherstellen verklagen? Auf Schmerzensgeld oder so? 😀

Mathe. Nur noch Mathe oO

Morgen schreibe ich eine Matheklausur. Eigentlich kann ich soweit alles. Am Anfang dachte ich ja noch, ich könnt die Schule schmeißen, weil ich es eh nicht kann. Aber irgendwann hat es wohl doch klick gemacht.. Mittwoch Nachhilfe, Freitag 2 Stunden mit einer Freundin gelernt, gestern ein paar Stunden, heute 3-4 Stunden zu Hause und dann noch mal von halb 6 bis halb 9 mit na Freundin bei einer Klassenkameradin. Naja, ich hab es den beiden mehr erklärt, als selbst gelernt. Aber dadurch lernt man ja auch. Ich fühle mich nun ganz gut vorbereitet. Dennoch hab ich trotzdem Angst, zu versagen 😦
Und ich hab nur noch Mathe im Kopf. Und Schmerzen. Aber ist vielleicht gut so, dann denke ich nicht an den anderen negativen Kram, der mich nur noch mehr runter ziehen würde. Ich werde mich nun noch ein bisschen auf Mathe vorbereiten und hoffe, dass ich danach irgendwann zur Ruhe kommen kann und schlafen kann. Tabletten hab ich natürlich nicht genommen, wie so oft -.-

Drückt mir die Daumen! Ich werde morgen berichten..

Zu viel..

Also, ich hatte ja gestern geschrieben, dass ich heute noch mehr schreiben werde, was die letzte Zeit los war. Als erste Mal: Ich stehe im Moment unter tierischen Leistungsdruck, ich glaube, das hatte ich schon mal erwähnt. Das Problem: Ich mache mir den Druck selbst. Wenn ich irgendwas gut geschafft habe, ärgere ich mich, dass ich es nicht noch besser machen konnte. Vor 2 Wochen dachte ich, den Tiefpunkt erreicht zu haben, das Wochenende war katastrophal. Die Depression und alles andere ist mal wieder voll durch gebrochen, obwohl ich dache, es wird alles besser. Ich konnte das ganze Wochenende nicht lernen, habe nichts auf die Reihe bekommen. Es fing schon den Donnerstag vor dem Wochenende an, ich hab mich ausnahmsweise mal nicht über meine Mutter geärgert, was ja schon nichts mehr neues wär, sondern über meine Schwester. Was absolut was neues ist. Ich hab mich über ich verhalten geärgert, war richtig sauer. Sie hat sich aufgeführt, als wär sie die Königin und hätte ihre Untertahnen, die alles für sie erledigen. Das Schlimme für mich war, sie hat sich nicht nur so benommen, sie hat das auch gesagt. Zu ihrem Freund, zu mir, zu meinen Eltern. Und eigentlich ist meine Schwester die Letzte, die faul ist und alles auf andere abschiebt. Sie hat sich zu fein gefühlt, Sachen beim Einkaufen zu tragen, ihre Matratze die wir neu gekauft haben, zu tragen und stand immer nur daneben und hat gesagt, dass es wunderschön ist, wenn sie uns bei der Arbeit zugucken kann. Dann wollte sie mit Papa ihr Zimmer renovieren, ihr Freund hatte keine Zeit. Dann hat sich rausgestellt, dass Papa auch arbeiten musste und sie nun alles alleine machen wollte. Ud sie war tierisch stinkig. Ich habs nur nicht eingesehen, nach ihrem Verhalten vorher, auch noch für sie zu renovieren oder ihr zu helfen, ohne dass sie fragt. Mit mir hat sie dann auch erstmal nicht geredet. Mama musste dann her halten und ich wollte lernen. Saß im Zimmer, Schulsachen aufgeschlagen, habs versucht aber es war zu laut. Ich ging rüber und sie sollten die Musik leiser machen, haben sie dann auch. Nur haben sie dann angefangen, laut mit zu singen, was nicht besser war. Gut, ich dachte mir, verschiebe ich das lernen und mache Hausaufgaben. Dann war allerdings alles vorbei. Ich habe Mathe aufgeschlagen, hab mir die Aufgaben durchgelesen und habe geheult, wie ein Schlosshund. Wieder kann ich etwas nicht, schon wieder versagt. Mathe sah aus, wie Japanisch. Ich wusste nicht, was die da von mir wollen. Und dann wars entgültig vorbei. Ich war enttäuscht von mir selbst und sauer. Ich habe stundenlang geheult, und wenn ich kurz aufgehört hatte, und an was anderes gedacht habe, habe ich sofort wieder angefangen. Ich konnte mich nicht ablenken. Und ich hatte Druck, tierisch. Ich wollte mich verletzten. Wollte nach jedem Bissen, den ich gegessen hatte, kotzen.
Sonntag beim Mittagessen bin ich aufgesprungen und heulend weg gerannt. Ich wusste nichtmal warum, ich denke weil ich wieder gegessen hatte. Ich war völlig fertig mit der Welt. Dann habe ich erstmal geschlafen. Später kam dann Papa und hat gesagt, dass ich den Schreibtisch voll scheiße gestrichen habe, viel zu viel Farbe, es würde richtig scheiße aussehen. Da bin ich das erste Mal seit Langem vor ihm in Tränen ausgebrochen, dabei meinte er das gar nicht böse. Er hat sich ziemlich hilflos gefühlt, das tat mir echt leid 😦 Ich habe dann mit meiner Schwester und ihrem Freund Blumen an die Wand gemalt, hat einigermaßen geklappt, ohne Gefühlsausbrüche.

Montag in der Schule haben wir dann die Arbeit und Gesundheit geschrieben, über Herzkreislauf und sowas. Ich habs total verkackt, wieder versagensgefühl. Aber abgesehen davon ging es dann wieder bergauf, und ich hatte mich schon total gefreut. Doch der Schein trügte…

Eine Woche später, wir bekamen die Arbeit wieder, hatten Leistungsstandsgespräch und meine Lehrerin sagte, sie hätte mehr erwartet, ich wär mündlich so gut, sie hätte das Gefühl gehabt, ich würde es können und hätte es verstanden. Ich musste mich zusammenreißen, nicht los zu heulen. Jeder Lehrer kann mir sagen, dass er enttäuscht von mir ist, aber nicht sie. Ich hab irgendwie ne besondere Bindung zu ihr, sie war in den letzten 3 Jahren immer für mich da, hat mir immer zur Seite gestanden und Rücksicht auf mich genommen, so gut es ging. Selbst an ich in der Klinik war, haben wir öfter ewig lang telefoniert.
Sie sagte dann weiter im Gespräch, dass sie aber trotzdem stolz auf mich ist, weil ich das jetzt alles so gut hin bekomme, fast immer zur Schule gehe und Hausaufgaben mache, lerne und im Unterricht mit mache. Für andere würde es komisch klingen, sagte sie, aber wenn man meine Vorgeschichte bedenkt, ist das richtig super. Sie wär stolz auf mich und hat sich auch gefreut, dass ich ihr Vertrauen nicht gebrochen habe. Ich hab das letzte Schuljahr nach der Klinik abgebrochen und sie hat mich nur gehen lassen, weil ich gesgat habe, dass ich wieder komme. Und da bin ich-mit recht guten Noten außer in der Arbeit. Ich kam dann wieder mit meinen Versagensängsten, ich würde das nicht schaffen, ich hätte jetzt schon total versagt, blablabla. Sie hat gesagt, dass sie mich leider enttäuschen muss, im Moment würde es nicht so aussehen, als würde ich das schaffen. Ich soll mich nicht immer an den negativen Geschehnissen runter ziehen, sondern mich an den positiven aufbauen und nicht sofort denken, ich habe versagt.
Gut, es hat mich gefreut, dass sie stolz auf mich ist, eben wegen dieser besonderen Beziehung zwischen uns, aber ich konnte das Positive nicht mehr so gut auffassen… mh 😦

Und von da an ging es die ganze Woche steil bergab. Montag war ich nachmittags irgendwie krank, ich denke das kam von dem ganze Druck. Ich dachte, ich gehe Dienstag nicht in die Schule. Habe dann was dagegen eingenommen und inhaliert und dann ging es mir aber wieder besser. Also habe ich abends um 9 noch beschlossen, doch zur Schule zu gehen. Problem: Wir haben Dienstag eine Arbeit geschrieben. Also habe ich die Nacht bis 3 gelernt und so was. Dementsprechend meine Medis nicht genommen und nicht viel geschlafen. Dennoch fand ich die Arbeit allerdings nicht schwer, aber ich kann mich auch täuschen.
Matheunterricht hat mich dann ganz zum Verzweifeln gebracht. Ich kann nichts, ich weiß nichts, ich bin zu doof. Typische Gedankenspirale.

Mittwoch hatte ich dann Therapie, direkt nach der Schule, bis dahin ging meine Laune noch halbwegs. Wir haben eigentlich über die selben Dinge geredet, wie den Montag zuvor mit meiner Lehrerin, deswegen brauch ich das nicht wiederholen.
Allerdings hat mich ein Satz dann völlig aus der Bahn geworden: „Wenn man bedenkt, was in ihrer Vergangenheit alles passiert ist. Ich brauch nicht alles aufzählen, aber zum Beispiel ihre Chronisch-kranke Mutter oder die Sache mit ihrem Bruder, was auch immer er ihnen angetan hat.“
Sie kennt die Geschichte nicht, ich kann nicht drüber reden. Sie weiß, dass ich meinen Bruder hasse, dass er mir was schlimmes angetan hat. Aus den Ärzteberichten von den Kliniken weiß sie auch, dass ich missbraucht wurde. Sie wird sich das wohl denken können. Die Gedanken daran haben mich dann völlig aus der Bahn geworfen.
Nach der Therapie bin ich dann quer durch die Stadt mit dem Bus zu meinen Cousin gefahren, Mathenachhilfe. Da hatte ich dann wenigstens noch etwas Ablenkung. Dann bin ich nach Hause gefahren und während der Fahrt im Bus kreisten die Gedanken… Gedankenspirale… und dann, als ich zu Hause war, war alles vorbei. Heulkrämpfe, Flashbacks. Das typische Prgramm. Sonst habe ich immer versucht, mich mit Schulkram abzulenken, aber es hat nicht geklappt. Ich hab nur geheult, bis ich irgendwann eingeschlafen bin. Donnerstagmorgen hatte ich dann den Tiefpunkt, ich bin rum gelaufen wie der Tod persönlich. Ich wollte aber unbedingt in die Schule, damit ich mich ablenken kann. Dort saß ich dann, alle 5 Minuten kamen mir die Tränen. Meine Englischlehrerin ist fast verzweifelt, sie war total überfordert und wusste nicht, was sie mit mir machen sollte. Sie fragte, ob ich nach Hause will. Wollte ich nicht. Sie fragte, ob sie das Fenster auf machen soll, wollte ich nicht ( Hab erst überlegt, ob ich frage ob ich gleich raus springen soll, aber sie nimmt aller immer total ernst, sie hätte mich vermutlich persönlich in ne Klinik oder so gefahren. Das wollte ich dann nicht riskieren). Irgendwann hat sie aufgegen und gesagt, sie lässt mich in Ruhe. So ging das dann weiter, auch in Deutsch. Dann wieder Gesundheit, meine Lehrerin fragte, ob es mir nicht gut ging. Sie kennt mich, ich hab gesagt mir geht es nicht gut, aber sie hat gemerkt dass ich nicht reden will. Es wollten schon genug mit mir reden, was ja eigenltich lieb ist, aber ich wollte nicht… auf nich mit einer guten Freundin.. Ich hab ihr nur kurz im Unterricht geschrieben, was los ist.
Nach der Schule hatte ich dann einen Augenarzttermin, wurde getropft, noch schlechtere Laune. Dann sagt der Arzt, ich hätte doch gar nicht getropft werden müssen. War ich sauer !

Freitag war gott sei dank frei. Ich hab auch nicht viel für die Schule getan. War noch kurz ein Geburtstagsgeschenkt kaufen, bei einer Freundin Mathe lernen und abends auf nem Geburtstag. Bin nachts nach Hause gekommen, um 3 eingeschlafen und um halb 4 war ich hellwach. Konnte nicht mehr schlafen. Habe hier Blogs gelesen, um 5 mit Papa gefrühstückt und dann bis halb 12 gelernt und Hausaufgaben gemacht. Hab meiner Lehrerin um halb 6 ne Mail geschrieben weil ich Fragen zur Hausaufgabe hatte. Ich glaube, sie war verwirrt, dass ich so früh schreibe. Was solls.

Meine Schwester, meine Mutter und ich sind dann in die Stadt gefahren, Papa von der Arbeit abholen. Meine Mutter pissige Laune, weil meine Schwester ihr die Meinung gesagt hatte. Tini und ich haben kurz was für ihren Freund besorgt und dann sind wir zusammen, mit Mama und Papa, auf den Weihnachtsmark. Hätte ich mich sparen können. Mama hat ne Fresse gezogen, als würde sie gleich wen fressen, und das ist noch harmlos ausgedrückt. Wir sin dkurz drüber gerannt, haben kurz was gegessen weil meine tolle Mutter zu faul war zu kochen und dann wieder heim. Hätte ich auch zu Hause bleiben können. Und lernen können. Danach hatte ich so schlechte Laune, dass ich schlafen musste, damit es mir nicht noch schlechter geht. Joa. Als ich aufgewacht bin, hat Mama geschlafen. Das war okey, hatten wir alle unsere Ruhe.

Ich hab mich dann noch mit Papa bis eben über meine Zukunft unterhalten, hab ihm erzählt dass studieren wirklich mein größter Traum ist und mich kein Beruf glücklicher machen würde, als Sozialarbeiterin. Tat mir gut, mit ihm darüber zu reden und auch Bestätigung zu kommen. Hab ihm ein bisschen erklärt, wie ich mich fühle und so weiter. War ganz gut, jetzt geht es mir besser 🙂

So, das musste ich mir alles von der Seele schreiben. Es gibt noch einige allgemeine Probleme und so, die ich gerne Schreiben möchte, aber das mache ich morgen, wird sonst zu viel.
Ich gucke mal, ob ich mich jetzt noch ein bisschen entspannen kann, wenn ja werde ich lesen, wenn ich allerdings immer wieder die Schulsachen im Hinterkopf habe, werde ich lernen/Hausaufgaben machen.
We will see!