ICH WILL DAS ALLES NICHT MEHR!

Verdammt. Ich will das alles nicht mehr. Ich will mich nicht mehr verletzten (müssen?). Ich will keine Suizidgedanken mehr haben. Ich will nicht mehr andauernd niedergeschlagen und traurig sein, oft ohne erkennlichen Grund. Ich will nicht mehr so ängstlich sein, so viel Angst haben. Ich will nicht mehr depressiv sein. Ich will keine verdammten Schlafstörungen mehr haben und ich will auch, verdammt noch mal, nicht mehr krank sein. Ich will nicht jede Woche zur Therapie rennen müssen, ich will, dass ich das nicht mehr brauche. Ich will nicht mehr diese scheiß verdammten Narben an meinem Körper haben, die mich an so vieles erinnern. Ich will nicht mehr imm die sein, die psychisch krank ist und Probleme hat. Ich will nicht immer eine Extrabehandlung bekommen. Ich will nicht immer in Watte eingepackt werden. Ich will nicht mehr abhängig sein von anderen. Ich will nicht mehr über meinen Selbstmord nachdenken und vorallem will ich nicht mehr diese verdammte Versteckspiel spielen müssen. Ich will nicht mehr verstecken müssen, dass ich mich wieder verletzte. Ich will nicht mehr meine wahren Launen und Emotionen verstecken müssen. Ich will nicht mehr so tun müssen, als wäre alles oke. Ich will mein Leben nicht so weiter führen!
ICH WILL, DASS SICH ETWAS ÄNDERT.
Doch das ist leider nicht so einfach… und oft genug will ich es leider doch nicht.. 😦

Zu labil..

Therapie heute war mega anstrengend. Erst haben wir über den Termin morgen geredet, was sie ansprechen soll, darf und was auf keinen Fall.
Okey, das ging ja noch so halbwegs… Hab ihr das mit Papa erzäht, wie er reagiert hat, als ich ihm gesagt habe, dass er mir unterhalt zahlen muss, zu 99 %.

Naja, dann habe ich ihr von gestern erzählt. Und an ihrer Körpersprache und Stimmenlage habe ich schon sofort erkannt, dass sie sich wieder Sorgen macht. Ich habe ihr auch von den extremen Stimmungsschwankungen erzäht. Sie meinte, das würde alles aus der Angst raus kommen und wäre ein Teufelskreis.

Druck, lernen zu müssen -> Durch eh mangelnde Konzentration, Angst zu versagen -> Noch mehr Druck -> Noch mehr Angst -> Noch mehr Druck -> Blockade… Und alles wieder von vorne. Ja, das kann sein. Ist total deprimierend, zu wissen, dass man selbst an dem Zustand Schuld hat, und was ändern könnte. Aber es geht eben nicht ._.

Dann meint sie, dass sie nochmal mit mir an der Selbstverletzung arbeiten möchte, aber dass ich dazu stabil sein muss und genug Kraft haben muss, damit ich dagegen ankämpfen kann. Deswegen hat sie das eher verschoben, bis ich stabil genug bin und so… Deprimierend, dass ich zu labil bin, die Themen durchzunehmen was sie sich extra raussucht und vorbereitet…

Ich war heute in der Schule wieder kurz davor, mich zu verletzten. Und jetzt bin ich auch kurz davor, ich kann einfach nicht mehr… Ich bin um halb 6 eingepennt, hab bis halb 10 geschlafen. Hätte lernen müssen für die schöne Anatomie-Arbeit morgen, die ich nun verkacken werde. Ob heute lernen noch geholfen hätte, weiß ich nicht… eher nicht… mh… 😦

Achso. Stimmungsschwankungen. Hab ihr erzählt, dass es im Moment so krass ist, wie noch nie glaube ich. Das ist so heftig, mich macht das voll fertig… Ihre Antwort darauf war, dass das mit der Vorfreude auf den Auszug, und den Abschluss zu tun hat. Dieses ewige hin und her. Bald kann ich ausziehen, wuuuhuu, und dann, ach schaffe ich das überhaupt? Und wuuhuu, nur noch 7 Wochen Schule. Und dann: Fuck ey, deine Prüfungen kommen immer näher ! :O
Mein Zentrales Problem ist wohl wirklich die Angst im Moment, und ich kann nichts wirklich dagegen tun…

Leer und voll.

Mein Kopf ist leer. Keine Emotionen. Nur Leere.
Aber wenn es nur das wär, wäre ich ja ganz zufrieden. Irgendwie ist er ja doch nicht so leer, denn dann wär ich nicht so fertig, total am Ende mit den Nerven. Der Druck, umbedingt lernen zu müssen, weil ich sonst die Arbeit verhaue, macht es nicht unbedingt besser.
Ich hatte bis halb 5 Schule, war um kurz nach 5 zu Hause. Seit dem saß ich 98% der Zeit total apathisch vor meinem Laptop, mit meinen Sachen zum Lernen daneben. Hat mich nicht weiter gebracht, eher im Gegenteil.
Ich liege nun mit dem Laptop im Bett und warte eigentlich nur noch darauf, dass ich vergesse, wie ich atme.
Selbst zum Verletzten bin ich unfähig. Aber das würde mir helfen…

Ich habe morgen Therapie. Ich hab Angst, ihr von dem allen zu erzählen. Sie freute sich doch erst, dass es mir besser ging. Nun ist es noch schlimmer geworden.
Sie denkt ja schon öfter über Klinik nach. Bislang konnte ich es immer irgendwie umgehen. Zudem habe ich Donnerstag auch noch mit Papa Therapie, wegen dem Umziehen. Eigentlich habe ich mich darauf gefreut. Aber ich kriege immer mehr Angst davor. Ich habe Angst, dass mir irgendwas raus rutscht, was ich Papa doch so gerne sagen möchte, aber nicht kann, weil er sich zu sehr sorgen würde.

Angst. ANGST. ANGST! Alle Ängste werden immer stärker, es kommem immer mehr dazu… langsam wird es unaushaltbar.

Schlafprobleme.

Dass ich eine extreme Schlafstörung hab, weiß ich ja. Das ist auch schon ziemlich lange so. Mal nehme ich Tabletten, dann wieder habe ich es satt, quasi von den Tabletten ‚kontrolliert‘ zu werden. Ich kann nicht selbst bestimmen, wann ich schlafe. Das Medikament bestimmt das. Ich hasse dieses Gefühl, auf einmal tot müde zu sein und schlafen zu müssen. Auf der anderen Seite liebe ich es, eine Überdosis zu nehmen und ewig lang zu schlafen. Ich mache mir dann einen ‚Cocktail“ aus meinen ganzen Tabletten und nehme das. Irgendwie ein krasser Gegensatz.
Allerdings gibt es da noch etwas. Wenn ich einmal, alle hundert Jahre, von selbst müde bin, möchte ich manchmal nicht schlafen, aus Angst etwas zu verpassen. Manchmal auch aus Angst vor Albträumen, wenn diese mal wieder akut sind. Manchmal habe ich auch einfach nur Angst vor dem schlafen. Ich glaube, das hängt mit meiner Vergangenheit zusammen. Ich bin mir sogar sicher, dass es so ist.
Nervt alles irgendwie… Ich weiß nicht, ob ich jemals ein normales Verhältnis zu Schlaf hatte, und ob ich jemals wieder normal schlafen kann. Damals, als kleines Kind, konnte ich schon schlecht schlafen. Das zog sich durch meine gesammte Kindheit, bis heute.
Wenn ich allerdings eine sehr, sehr depressive Phase habe, kann ich auch 3 Tage oder länger fast ununterbrochen schlafen. Was natürlich auch nicht so super ist.
Wird das jemals aufhören?  Es bringt mich immer wieder zu totalen Erschöpfungszuständen. Natürlich nicht nur der Schlafmangel, auch der ganze zusätzliche Stress.

Freiheiteitsdrang!

Nachdem ich lange, lange das Auto fahren gemieden habe, aus Angst, irgendwas könnte passieren, fahre ich momentan total oft und suuuper gern. Ich möchte am Liebsten einfach ohne Ziel durch die Gegend fahren. Ich habe ja füher schon immer gesagt, dass ich schon lange alle Freiheiten hatte die man nur haben kann als Jugendlicher, ich konnte kommen und gehen wann ich wollte, war ja eh egal. ABER das letzte Stück zur Freiheit war der Führerschein. Nur leider hatte ich dann mehr Angst als das Gefühl nun vollkommen frei zu sein. Aber mitlerweile bin ich wieder auf den Geschmack gekommen =) Dieses Gefühl ist soooo toll *_*

Nunja, jetzt noch eine andere Sache. Mir ist heute mal etwas aufgefallen. Vorhin rief meine Therapeutin an, weil ich ja gestern nicht hin konnte weil ich krank bin. Und sie fragte mich, ob es mir psychisch besser ginge als letzte Woche, sie habe sich ziemliche Sorgen gemacht. Ich hab ihr erzählt, dass mir das erlaubte Faulenzen echt gut tat, nicht nur körperlich. Sie hat sich gefreut, dass es mir besser geht. Dann ist mir gerade irgendwie aufgefallen, dass ich immer, wenn mir bewusst wird, dass es mir besser geht  oder mir jemand sagt dass er/sie es toll findet, dass es mir besser geht, irgendwas mache, damit es mir nicht mehr gut geht. Aber irgendwie unbewusst Oo Irgendwie gruselig, aber ich kenne das Gefühl kaum noch, dass es mir gut geht. Es ist so unbekannt. Deswegen möchte ich es vermutlich auch wieder los werden. Es verwirrt mich….

Achso, und nächste Woche habe ich dann neben der normalen Therapie noch ein Gespräch mit meinem Vater bei meiner Therapeutin. Wegen Ausziehen und Unterhalt und so. Hab ihm vorhin schonmal gesagt, dass er mir vermutlich unterhalt zahlen muss. Er war nicht erfreut, gar nicht, hat gesagt dass ich das vor Gericht einklagen kann und lauter doofe Sachen… ich hoffe, er meinte das nicht ernst… Aber es hat mir Angst gemacht, so ist mein Daddy doch gar nicht… er ist doch mein Held, mein geliebter Daddy… Jetzt habe ich etwas Angst vor dem Gespräch ._. Ich werde davon berichten…

Facharbeit.

So. Vor einer Stunde habe ich nun die Facharbeit abgeschickt. Habe wirklich über Borderline geschrieben. Mir geht’s gerade so schlecht, ich bin so unzufrieden, ich will nicht, dass irgendjemand meine Facharbeit liest. Nichtmal meine Lehrerin, aber mir wird wohl nichts anderes über bleiben.. Aber.. mein scheiß IV Lehrer soll die nicht lesen. Dann raste ich aus…
Ich war noch nie sooooooo unzufrieden ey! Ich habe so Druck.. aber ich bin zu faul.. vielleicht gibt es ja doch irgendwo einen Grund warum ich das lassen sollte. Mh.
Ich bin verwirrt. Ich befinde mich gerade in einem sehr komschen Zustand.. irgendwie mysteriös. Mh.. Whatever.

Es ist gleich 20 nach 3, nachts. In etwas mehr als 2 Stunden klingelt mein Wecker, also werde ich wohl gar nicht mehr schlafen. Schlaf wird überbewertet. Ich werd mir gleich n Bier holen, man gönnt sich ja sonst nichts. Vielleicht gehe ich dann so um 5 duschen, dann habe ich genug Zeit mich fertig zu machen, Augenringe über zu schminken. Was eh nicht klappt 😀

Achja, es gab ja Zeugnisse. Durchschnitt:2,8. Bestes Zeugnis seit der Grundschule, allerdings bin ich alles andere als zufrieden. Jeder lobt mich, aber ich kann es nicht annehmen. Ist ja auch kein super Zeugnis.