Wie geht’s weiter?

Ich war am Montag bei meiner Therapeutin in der Beratungsstelle. Habe ihr ja, als ich den Brief bekam, eine Nachricht geschickt und sie hatte mir dann Montag geantwortet, dass ich kommen soll, um die Lage zu besprechen. Wir haben dann geschaut, was wir machen können. Sie hat gesagt, dass sie bei der Krankenkasse anruft und den das erklärt, ich soll Widerspruch einlegen. Desweiteren kann ich jetzt erstmal zu ihr in die Beratungsstelle kommen, allerdings nicht wöchentlich, sondern alle 2-3 Wochen. Und nächste Woche haben wir einen Termin mit meiner Betreuerin zusammen, um abzusprechen, wer von den beiden an was mit mir arbeitet. Damit das nicht doppelt bearbeitet wird, Zeit verschwendet wird, ich genervt bin oder sonst was.

Dann haben wir noch über meine Gedanken geredet. Sie hat mich halt gefragt, wie die Stimmen sind, hat viel gefragt, um das diagnostisch einordnen zu können. Letzendlich meinte sie, dass das eine Zwangsgedanken sind, und das andere psychotische Symptome. Sie weiß nur noch nicht, ob das ’nur‘ eine Depression mit psychotischen Symtpomen ist oder eine eigenständige Psychose…. beides nicht so geil.
Danach ging es mir aber erstmal besser, weil ich wusste, wie es weiter geht und dass ich nicht vollkommen alleine da stehe plötzlich. Mitlerweile hat sie schon mit der KK telefoniert, die Lage erklärt und einen Brief hin geschickt. Ich schicke morgen mein Widerspruch-Schreiben hin.

Das Wochenende, nachdem ich den Brief bekam, war scheiße… ich habe mich mit Medis abgeschossen, um mich zu betäuben und um nichts schlimmeres anzustellen. Die letzten Tage war ich dann noch in einen krassen depressiven Loch, die Stimme war auch noch ziemlich stark… krasse Suizidgedanken. Also dacht ich mir, fahre ich zu meinen Eltern. Da ist die Chance, dass ich mir was antue, nicht so groß. Und ich bin nicht alleine, vielleicht hilft mir das auch. Und ich bin nun seit gestern hier, mir gehts etwas besser.
Morgen fahre ich allerdings wieder nach Hause… mal schauen, wie das klappt. Muss mal wieder was im Haushalt machen, eigentlich einkaufen, Geburtstagsgeschenk für einen 18. Geburtstag fertig machen, zur Post gehen… Hoffe, ich schaffe das alles.

Abspaltung? Klinik? Abfuck!

Verzeiht mir, dass ich mich in letzter Zeit nicht gemeldet habe. Mir gings die letzten Wochen ganz okey, abgesehen von ein paar Krisen ziemlich stabil und die Krisen hab ich auch unbeschadet überstanden. 5 1/2 Wochen nicht geschnitten.
Doch in letzter Zeit sind immer so komische ‚Zwangsgedanken‘ in meinem Kopf die mich zwingen wollen, eine Überdosis zu nehmen. Doch eigentlich will ich das nicht. Konnte es noch gut verdrängen/wegpacken. Doch gestern wars irgendwie krass und anders als sonst. Ich hatte echt Angst vor mir, vor der fremden Stimme, die mir das erzählt und mich zwingt. Ich habe meiner Betreuerin geschrieben und sie meinte, nach längerem schreiben, ich soll in die Klinik wenn ich für nichts garantieren kann und wenn nicht, muss ich ihr versprechen, dass ichs bis heute morgen durchstehe. Sie kam dann und wir wollten in die Klinik. Ich hab vor ihr geheult, war immer noch fertig und sogar bereit, in die Klinik zu gehen. Wir sind dann hin gefahren, nachdem sie mit dem AvD telefoniert und die Situation geschildert hatte. Da saßen wir dann, haben eine Stunde gewartet und irgendwie hats Klick gemacht und es ging mir plötzlich besser. Und meine Betreuerin musste eh weg. Ich hab dann gesagt, dass ich heim will und sie fuhr mich heim, unter der Bedingung, dass ich mich melde, wenns doch nicht geht und zum Termin zu meiner Therapeutin fahre. Morgen früh kommt sie wieder und wenn wieder sowas ist, muss ich in die Klinik. Aber erstmal ruft meine Therapeutin morgen an um mit meiner Betreuerin zu reden.
Therapiestunde war hart. Sie hat mir erklärt, woher das kommen kann und was das sein kann, nachdem ich ihr alles geschilder hatte. Anscheinend hat sich ein Teil meiner Persönlichkeit so weit abgespalten, dass sie für mich vom Gefühl her nicht mehr zu mir gehört. Ich habe keinen Zugriff darauf und kanns nicht beeinflussen. Und schon gar nicht kontrollieren. Wenn das nochmal passiert, muss ich in die Klinik. Immer, wenn ich die Kontrolle verliere oder es droht, dass ich sie verliere. Jackpot! Ich hab keine Lust mehr.. wirklich. Was kommt denn noch alles?!
Ich soll schauen, dass ich früher einen Termin bei meinem Psychiater bekomme und er sich das ‚anschaut‘ und vielleicht neue Medis verschreibt, dagegen.
Und das ganze liegt wohl am Trauma. Nach einem Trauma spalten sich die Persönlichkeiten fast immer, aber manchmal stärker, manchmal schwächer. Laut meiner Therapeutin kriege ich das nur in Griff, wenn ich das Trauma bearbeite. Ich will nicht. Ich will auch nicht wahr haben, dass das alles am Trauma liegt!

Betreuung

Meine Therapeutin hatte ja 3 Wochen Urlaub und ihre Kollegin hat sie in der Zeit vertreten, und diese hat einen super süßen Hund. Hatte ich das hier schon mal erwähnt? Mein Gedächtnis ist im Moment fürn Arsch… lalala…
Ehm. Auf jeden Fall liebe ich diesen Hund abgöttisch, sie ist so zutraulich, lieb, kuschelig. Ich liebe sie wirklich.
Und ich war schon traurig, dass ich sie erst wieder sehe, wenn A. wieder Urlaub hat. Natürlich freue ich mich, dass sie wieder da ist! Aber der kleine Wuffi…
Naja, aber das habe ich niemandem gesagt. Vorhin schrieb mir A., dass sie mit ihrer Vertretung gesprochen hatte weil sie denkt, dass ich den kleinen Wuffi nicht erst im Sommer wieder sehen sollte, weil sie mir so gut tut. Das tut sie auch! Und nun treffe ich mich alle 6-8 Wochen mit ihrer Vertretung und dem Wuffi. Das macht mich total glücklich ❤
Die kleine ist so toll! Und sie wird eine Therapie-Hündin. Das passt total gut zu ihr. Leider dauert die Ausbildung 2 Jahre.. aber ich finde das wirklich toll!