Krisenintervention

Verzeiht mir, dass ich mich kaum gemeldet habe in letzter Zeit. Mir geht’s nicht sonderlich gut, schon länger nicht. Depression ist wieder viel schlimmer geworden und die ‚Stimmen‘ auch. Nun bin ich in der Klinik zur Krisenintervention und Medikamentenumstellung. Geschlossene Akutstation – das erste Mal in meinem Leben.
Aber ich habe es selbst nicht mehr ausgehalten. Hatte selber Angst, dass ich mir was antue, was ich ja eigentlich nicht will. Nur, weil die blöden Dinger in meinem Kopf das wollen.
Alles ziemlich komisch hier – neu, ungewohnt, macht auch ein bisschen Angst. Aber es ist echt schön hier für eine Psychiatrie. Alles neu renoviert, Zimmer recht groß. Bin jetzt in einem 2er Zimmer wo sie mir noch ein Bett dazu geschoben haben, also sind wir zu 3. Aber die eine geht wohl Ende der Woche. Dann hab ich auch einen Schrank. Hier hinten in der Ecke schlafe ich. Am Fenster 🙂
Natürlich wurden meine Klamotten auch durchsucht. Weil ich ehrlich gesagt hab, dass ich nicht weiß, was passiert, wenn ich einen ‚Anfall‘ habe und die Arschies in meinem Kopf die Kontrolle haben. Wohl besser so.

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50

50 Tage ohne direkte Selbstverletzung.
Doch die Anspannung zerreißt mich. Innerlich und äußerlich. Ich bin unruhig, hab Herzrasen, zitter, wackel mit den Beinen. Drehe bald durch. Würde am Liebsten aufgeben. Alles.

Der Selbsthass ist so stark, die Stimme ebenfalls. Sie redet mir so viel ein, versucht mich davon zu überzeugen, schafft es teilweise. Bin so enttäuscht.

Ich kann niemanxen mehr erzählen, nicht meiner Therapeutin und auch nicht meiner Betreuerin. Die Angst, in die Klinik zu müssen, ist zu groß.