Erster Tag

Ich bin gut in der Klinik angekommen, naja so halbwegs.
Viel Angst, viele neue Eindrücke, viele fremde Menschen und noch viel mehr reden… Zwischendrin hatte ich ganz schlimm Heimweh und wäre am liebsten wieder gegangen. Jetzt geht es halbwegs, wo ich schon ein paar Menschen kenne. Meine Bettnachberin ist total lieb. Aber ich muss immer langärmlich rum laufen, selbst im Zimmer, weil sie das arg triggert… Hab sie extra gefragt. Das find ich nicht so toll, aber was solls.
Heute hatte ich therapeutische Aufnahme, also ein Gespräch mit meiner Bezugstherapeutin und einem Pfleger. Das war sehr anstrengend und ich habe zum ersten Mal richtig über mein Essproblem geredet. Die beiden meinten: Ja Frau N., da haben wir viel vor!
Ja, das haben wir wohl. Und das macht mir Angst. Aber wie war das? Wo die Angst ist, ist der Weg.
Dann hatte ich noch ein kurzes Gespräch mit dem Chefarzt. Der ist irgendwie gruselig, zeigt keinerlei Mimik. Aber ich wurde vorgewahnt und deswegen war es nicht ganz so schlimm.
Dann hatte ich noch eine Hausführung und eben ein Info Gespräch über den Nachtdienst. Denn hier ist nicht immer die ganze Nacht jemand da. Wenn mal keiner da ist, muss man die Klingel drücken und von der Nachbarstation kommt jemand. Himmel, bevor ich das tun würde, müsste schon eine Menge passieren. Habe ich dem Pfleger auch gesagt, als er meinte, dass man die Klingel nur benutzen soll, wenn was ist. Nicht wenn man eine Frage hat oder so. Ja das ist mir klar 😉
Morgen früh muss ich zwischen 7 und 7.15 Uhr zum wiegen, in Schlafklamotten. In Schlafklamotten!! Darf also einmal durchs ganze Haus laufen in Schlafanzug. Da komm ich nicht drauf klar 😀
Dann habe ich morgen noch pflegerische Aufnahme und Stationsrunde ist morgen.
Ich werde jetzt bald mal versuchen zu schlafen….

Erster Tag

Ich bin gut in der Klinik angekommen, naja so halbwegs.
Viel Angst, viele neue Eindrücke, viele fremde Menschen und noch viel mehr reden… Zwischendrin hatte ich ganz schlimm Heimweh und wäre am liebsten wieder gegangen. Jetzt geht es halbwegs, wo ich schon ein paar Menschen kenne. Meine Bettnachberin ist total lieb. Aber ich muss immer langärmlich rum laufen, selbst im Zimmer, weil sie das arg triggert… Hab sie extra gefragt. Das find ich nicht so toll, aber was solls.
Heute hatte ich therapeutische Aufnahme, also ein Gespräch mit meiner Bezugstherapeutin und einem Pfleger. Das war sehr anstrengend und ich habe zum ersten Mal richtig über mein Essproblem geredet. Die beiden meinten: Ja Frau N., da haben wir viel vor!
Ja, das haben wir wohl. Und das macht mir Angst. Aber wie war das? Wo die Angst ist, ist der Weg.
Dann hatte ich noch ein kurzes Gespräch mit dem Chefarzt. Der ist irgendwie gruselig, zeigt keinerlei Mimik. Aber ich wurde vorgewahnt und deswegen war es nicht ganz so schlimm.
Dann hatte ich noch eine Hausführung und eben ein Info Gespräch über den Nachtdienst. Denn hier ist nicht immer die ganze Nacht jemand da. Wenn mal keiner da ist, muss man die Klingel drücken und von der Nachbarstation kommt jemand. Himmel, bevor ich das tun würde, müsste schon eine Menge passieren. Habe ich dem Pfleger auch gesagt, als er meinte, dass man die Klingel nur benutzen soll, wenn was ist. Nicht wenn man eine Frage hat oder so. Ja das ist mir klar 😉
Morgen früh muss ich zwischen 7 und 7.15 Uhr zum wiegen, in Schlafklamotten. In Schlafklamotten!! Darf also einmal durchs ganze Haus laufen in Schlafanzug. Da komm ich nicht drauf klar 😀
Dann habe ich morgen noch pflegerische Aufnahme und Stationsrunde ist morgen.
Ich werde jetzt bald mal versuchen zu schlafen….

Therapie

Heute morgen kam überraschend ein Anruf der Klinik – ich könnte spontan morgen zur Aufnahme kommen! Ob das ginge. Habe ja gesagt, Sachen sind schon fast alle gepackt, natürlich viiiieeeel zu viiiel aber ich konnte mich nicht entscheiden. Nehme ja immer so übertrieben viel mit.
Die Gefühle sind gemüscht – Angst, Aufregung, Spannung, Vorfreude, von allem etwas.
Ich weiß nicht, was auf mich zu kommt, wie die Mitpatienten sind, wie die vom Personal sind. Wie das mit dem Essen laufen wird weiß ich auch nicht. Esse ja meistens in Kliniken nichts… zumindest am Anfang…
Ich muss jetzt noch einiges erledigen – zu meiner Psychiaterin, einkaufen, den Rest packen, duschen usw…
Ich werde mich bald melden, muss allerdings schauen, wie der Internetempfang dort ist. Hoffe, ich kann mich ab und zu melden.
Drückt mir die Daumen, dass alles gut verläuft und ich vor Angst nicht komplett durch drehe!

Fasten

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Ich muss unbedingt abnehmen. Die Zahl auf der Waage schokiert mich, ich bin fast da, wo ich vor über 2 Jahren war. Da wollte ich nie, nie mehr hin!
Also habe ich erstmal einen Plan für die nächsten 11 Tage, um wieder ins Abnehmen rein zu kommen.
5 Tage faste, einen Tag Refeed, und wieder 5 Tage fasten.
Morgens und Abends Übungen, 50 mg mehr L-Thyroxin.
Das passt jetzt nicht so gut zu dem vorheringen Post, Ja zum Leben zu sagen, aber ich will ja nur was tun, damit ich mich wieder wohler fühler und der Selbsthass nicht mehr so mächtig ist.
Gestern habe ich mit 118,1 kg angefangen, heute morgen waren es 116,6 g.
Meine Waage spinnt total, also werde ich mir heute eine neue kaufen. Bei Aldi haben sie eine Körperfettwaage für 15,99 €, glaube ich. Da ich im Moment kein Geld für Essen ausgebe, kann ich mir das mal leisten.
Wenn ich mit der Fastenkur fertig bin, möchte ich  bei mindestens 110 kg sein.
Also drückt mir die Daumen! Der erste Tag fasten war ganz gut, war gar nicht so schwer, wie ich dachte.
Also weiter gehts 🙂

Ich sage JA zum Leben!

Jaja, ich weiß, solche Posts kamen schon öfter, doch diesmal glaube ich, dass ich mich wirklich entschieden habe!

Letztens hatte ich ein Gespräch mit einem Betreuer. Wir redeten darüber, wie es weiter gehen könnte. Über meine Pläne mit dem Studium.
Dann fiel mir folgendes ein:

Bist vor einiger Zeit dachte ich immer, ich halte hier nur aus, spiele vor dass alles ok sei, und sobald ich hier raus kann, werde ich so weiter machen wie vorher und mich Stück für Stück, langsam, weiter zerstören. Dieser Gedanke hat mich die ganze Zeit aufrecht gehalten.
Doch jetzt mit den Plänen mit dem Studium ist mir aufgefallen, dass ich doch JA zum Leben sage. Ich habe Pläne für die Zukunft, möchte was aus meinem Leben machen und voran kommen. Nicht nur vor mich hin vegetieren. Das habe ich ihm erzählt und er hat sich gefreut.
Klar gibt es auch mal schlechte Momente, Abstürze, Tiefs und Momente, in den ich einfach aufgeben möchte. Doch ich habe mich fürs Leben entschieden und werde kämpfen! Auch wenn es teilweise sehr hart werden kann.

Ich werde für meine Zukunft kämpfen, alles tun, um das zu erreichen, was ich vor habe! Und ich werde die Zeit hier, in der Einrichtung, so gut nutzen, wie es geht. Meine Selbstständigkeit wieder ausbauen, Verantwortung für mich selbst übernehmen, und auch die Verantwortung mit den Medikamenten wieder lernen. Wenn ich dann studiere, muss ich schließlich selbst die Verantwortung tragen, sie einnehmen, keine tödlichen Überdosen nehmen und mich nicht einfach abschießen, wenn ich es will. Das will ich lernen. Aber ich weiß auch, dass es Rückschläge geben wir und Rückfälle passieren, aber ich werde nicht aufgeben!

Ich hatte gezweifelt, ob ich wirklich in die Klinik gehen soll, da es mir im Moment ja relativ gut geht. Meine Mitbewohnerin meinte, gerade dann ist eine Therapie am wirksamsten und sie wäre echt sauer, wenn ich nicht gehen würde. Habe dann viel überlegt, nachgedacht und bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich gehen werde, weil auch, wenn es mir gut geht, gibt es noch genug Dinge, die zu bearbeiten sind, und zu verarbeiten sind. Im geschützen Rahmen funktioniert alles soweit, aber ich sollte auch lernen, in der normalen Welt langsam wieder klar zu kommen. Sonst wird das mit dem Studium nichts.
Und vielleicht ist es einfacher, an den Problemen zu arbeiten, wenn ich halbwegs stabil bin, als wenn ich eh total am Arsch bin.
Also, ich warte nur darauf, dass es endlich los geht! Aber ich habe auch Angst… wegen dem Essen… dadurch reguliere ich im Moment alles. Aber mehr dazu im nächsten Blogpost 😉

Selbsthass 3725372.

Mich hat der Selbsthass wieder voll im Griff. Letzte Nacht musste ich zum nähen ins Krankenhaus, der Selbsthass war zu groß und ich hatte keine Kontrolle mehr. Da die Notaufnahme jetzt in dem neuen Krankenhaus ist und ich dort noch nicht war, hatte ich Angst, alleine hin zu gehen. Also habe ich meine Mitbewohnerin geweckt. Die lies sich nicht davon abbringen, den Nachtdienst anzurufen. Natürlich hatte die Betreuerin Dienst, die ich gar nicht leiden kann.. Super.. Jackpot..
Sie hat uns dann ein Taxi gerufen und wir sind mit dem Taxi ins Krankenhaus. Und so blöd das jetzt klingt: Ich bin froh, nicht alleine gewesen zu sein, denn die Notaufnahme ist im Keller und da gibt es keinerlei Handyempfang… Das hält mich sonst immer irgendwie aufrecht, wenn ich alleine ins Krankenhaus muss. Also mit wem schreiben zu können, dann fühle ich mich weniger alleine.
Der Arzt war ganz nett und witzig, die Pflegerin auch. Wurde genäht und konnte wieder gehen, sogar ohne dass die meine Betreuerin anrufen, wie sonst immer.
Zu Hause hab ich dann noch ne Schlaftablette genommen, die ich heimlich gebunkert habe, und konnte zum Glück recht schnell schlafen.
Und den ganzen Tag heute auch. Habs nicht zur TS geschafft, nicht mal zum Mittagessen. Bis Abends mein Betreuer kam, hab ich nur im Bett gelegen und geschlafen.
Danach hab ich mich mit meiner Mitbewohnerin ins Wohnzimmer gesetzt und TV geschaut, während ich versucht habe, den Selbsthass irgendwie zu verdrängen. Dann musste ich noch essen, und dann war es noch schlimmer. Das Duschen hat dem ganzen das Krönchen aufgesetzt. Jetzt liege ich voller Selbsthass im Bett, könnte mir alles aufschneiden und versuche den Drang zu ignorieren. Habe meine Medis genommen und hoffe, bald schlafen zu können… Hoffentlich schaff ich es morgen zur TS.