Meine erste Hand…. (200. Artikel, wuuuhuuu :D )

65047_735856506430447_1390479954_nNach 2 Stunden sah sie dann so aus und ich hatte keine Lust mehr. Wollte endlich zu der Ausarbeitung kommen und habe mir ne halbe Stunde eingeredet, dass sie ja fürs erste mal ganz oke aussieht… nunja. Nicht so, aber was solls.

1239671_735871306428967_1546265593_nSo sieht sie jetzt aus. Ich male, weil ich so den Drang zum selbstverletzen hatte und Küchenrolle geholt habe. Da hat meine Schwester gefragt, was ich damit will und ich hab gesagt: Malen. Bin dann hoch und dachte: Okey, du kannst es ja mal probieren… wenns dir danach nicht besser geht, dann kannst du dich immer noch verlezten…
Mal gucken, wie lange ich dem Druck noch stand halten kann.
Ich will nicht wissen, wie viele Menschen denken würden: Ach, jetzt hat sie das ganze Bild versaut… oder sowas.
Aber es geht ja nicht um die Asthetik, sondern um meine Gefühle und Gedanken.

(Mit Bleistift und Aquarellstiften gezeichnet)

Gefangen in mir…

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Das habe ich in der Klinik „gemalt“. Gekrickelt würde eher passen. Aber es ging nicht um die Schönheit eines Bildes, sondern es ging darum, was es ausdrückt:
Ich bin gefangen in mir selbst.
Das hat selbst meine Therapeutin heute gemerkt. Doch sie meinte, dass ich in mir gefangen sei, weil ich mich selbst einsperre.
Das sagte sie, nachdem ich erzählt hatte, was mir immer für ein Bild in den Kopf kam, wenn wir in der Klinik die Tresorübung machten, eine Imaginationsübung.
Es klappte immer wunderbar, ich habe mir eine große Wiese vorgestellt auf der in der Mitte ein riesiger, schwarzer Tresor aus schwerem Metall steht, der mit vielen verschiedenen Schlössern verschlossen wurde. So weit, so gut.
Doch dann legte ich nicht irgendwelche belastenden Dinge rein, wie etwa Bilder oder Schriftstücke, nein, ich sperrte mich selbst in diesem Tresor ein, den man von innen natürlich nicht öffnen konnte. Ich sperrte mich immer ein, um zu sterben.
Meine Therapeutin ist der Meinung, dass ich das wirklich so mache. Ich könnte es etwas einfacher haben, ich müsste nur manche Türen öffnen und sie öffnen lassen. Mich nicht immer mit aller Kraft vor allem weg sperren, beschützen. Ebenso auch mit meinen Eltern. Sie würden sich, meiner Therapeutin nach, weniger Sorgen machen, wenn sie wüssten, warum ich so bin wie ich bin. Warum ich krank bin. Was damals passiert ist. Sie würden sich nicht immer die Frage stellen müssen, ob sie schuld sind, ob sie etwas falsch gemacht haben.
Doch sie würden sich Vorwürfe machen, mir Vorwürfe machen.
Nun habe ich überlegt, ob ich meinen Eltern, zusammen mit meiner Therapeutin, erzähle, was damals passierte, jedoch nicht durch wen.
Damit könnte ich vielleicht leben und meine Eltern vielleicht auch. Sie würden mich besser verstehen und sich nicht immer Vorwürfe machen. Mal gucken, ich werde das mal meiner Therapeutin vorschlagen.

Genau in dem Moment…

Ich wollte etwas dunkles malen, habe einen dunklen Hintergrund gemalt und einfach ein paar Schmetterlinge drauf.
(Ich LIEBE Schmetterlinge 😀 )
Weil es so leer aussah, habe ich den Spruch noch dazu geschrieben, den ich sehr schön finde!
Nur ist mir das Bild leider nicht sooo gelungen, aber was solls…

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