Time to say goodbye…

Heut war es als so weit: Zeit um Abschied zu nehmen. Hoffentlich  nicht für immer!
Heute war meine Entlassungsfeier, ich habe nun auch offiziel meine Fachhochschulreife! Yippi. Ich freue mich mitlerweile wirklich! Dennoch hat das ganze einen bitteren Nachgeschmack. Meine engste Vertrauensperson der letzten Jahre, Frau M., musste verabschiedet werden. Doppelt sogar: Es war mein letzter Tag und ihrer auch. Sie geht in Mutterschutz.
Ich musste schon am Anfang meine Tränen zurück halten, als der Schulleiter von Freiheit nach dem Abschluss geredet hat. Freiheit? Habe ich nicht. Erst mache ich nochmal DBT stationär und dann Reha, insgesammt, wenn ich pech habe, 4 Monate. Und danach? Niemand weiß was danach kommt.
Und dann, zum Schluss, hat der Schulleiter eine Abschiedsrede gehalten, denn auch er wird die Schule verlassen und woanders hin ziehen. Er fing an zu weinen, als er Frau M. verabschiedete und sie weinte dann auch. Mir kamen die Tränen wieder hoch, doch ich durfte nicht weinen. Mein Make-up wäre sonst zerlaufen!
Alles in allem war die Feier sehr schön, eine Freundin aus meiner Klasse hat gesungen und ich bekam Gänsehaut. Es war alles so emotional für mich. Immer wieder musste ich Tränen unterdrücken.
Als alles vorbei war, wir alle unsere Zeugnisse hatten, musste ich erstmal eine rauchen. Dann ein Glas Sekt, noch ein wenig mit Klassenkameraden reden, und dann: Abschied von Frau M., ich konnte nicht viel mehr sagen als alles Gute, genau das sagte sie auch und wir haben uns umarmt. Ich war sprachlos, ich hätte doch am liebsten so viel gesagt. Aber es waren noch andere Lehrer da… Nunja. Dann die nächste Hürde: Abschied meiner Klassenlehrerin, die ich auch sehr mag, Frau B. Habe sie ebenfalls umarmt, ein wenig mit ihre geredet, ich solle mich mal melden, und sie meldet sich wegen dem Projekt im November.

Dann sind wir gegangen. Im Auto kamen mir wieder die Tränen und während ich hier schreibe, weine ich. Jetzt bin ich alleine, kann weinen, kann die Trauer zulassen, und ich kann mich neu schminken, wenn ich aussehe wie Graf Dracula in weiblicher Form 😉

Meine Oma wollte unbedingt an meinem Abschluss teil haben, und da sie schon sehr alt ist, wollte sie nicht mit in die Schule und hat gefragt ob wir nicht hier gemeinsam Kaffe trinken können. Gut. Mama hat Kuchen gebacken, meine Patentante und mein Patenonkel kommen auch. Ich bin also beschäftigt, kann nicht auf dumme Gedanken kommen. Danach gehen wir essen, mit meiner besten Freundin und danach gehe ich zu einer Gartenparty mit meiner alten Clique aus der Realschule! 🙂

Dennoch bleibt noch ein Problem: Ich will mit Frau M. in Kontakt bleiben, sie auch mit mir, haben wir vor einem halben Jahr schon einmal drüber geredet. Doch ihr Email-Account spinnt, die letzten Mails die sie mir in der Schulzeit geschrieben hat, kamen nicht an. Deswegen habe ich Sorge, dass wir nicht in Kontakt bleiben können…
Natürlich habe ich sie schon „gestalkt“. Ich habe ihre Adresse und Telefonnummer aus dem Internet gesucht – doch ich werde sicher nicht einfach so bei ich auflaufen geschweige denn anrufen, denn sie hat mir ihre Adresse und Telefonnummer ja nicht gegeben, und ich würde mir doof vorkommen. Doch was mache ich? Ihr eine Mail mit meiner neuen Handynummer schicken und schreiben, dass sie mir ja mal eine SMS schreiben kann, wenn sie mit mir in Kontakt bleiben will? Will sie das überhaupt noch?
Ach man. Ich HASSE Abschiede!

Es ist so anders als in der Realschule damals. Da habe ich nicht geweint, war nichtmal traurig, ich habe mich gefreut! Ich hatte nur noch Stress zum Schluss, mit den Lehrern. Natürlich vermisse ich die Zeit auch, aber dort hatte ich nicht so eine enge Vertrauensperson. Doch jetzt…. Es ist, als würde ein Teil von mir weg sein… 😦

Bestanden.. (100. Artikel, juhu :D)

Nachdem wir die letzte Wohnung angeschaut haben, haben wir uns heute vormittag auf den Weg nach hause gemacht. Sind dann noch eben in der Schule vorbei gefahren, sodass ich meine Prüfungsergebnisse noch abholen konnte und mir mitgeteilt werden konnte, ob ich in die mündliche Prüfung muss oder nicht.

Ich hatte total Angst, bin zitternd mit Taschentüchern in der Hand und J. im Schlepptau in die Schule, musste zum Schulleiter, der es dann natürlich gaaaaaaaaaaanz spannend machen musste, weil es ja so lustig ist wenn eine zitternde, fast heulende Schülerin da sitzt und um ihren Abschluss bangt.
Ende des Lieds: Ich habe bestanden!! Ich hab meinen Abschluss 🙂

Nur der Durchschnitt ist nicht so toll. Deswegen kann ich mich nicht wirklich freuen. Jeder sagt: Hey, sei doch froh. Du bist nie mit dir zufrieden. etc…
Das stimmt nicht. Ich bin nicht nie mit mir zufrieden, nur seehr seehr selten. Aber worauf soll ich denn auch stolz sein?
Dass ich das Schuljahr geschafft, durchgehalten habe, und nicht aufgegeben habe? Dass ich die Prüfungen verkackt habe?

Naja. Wenigstens habe ich jetzt alles hinter mir. Nächste Woche ist dann Zeugnisvergabe und das wars. Juhu!

Aber ich vermisse Frau M. jetzt schon. Und irgendwie vermisse ich die Schule auch jetzt schon. Da bin ich wenigstens noch mal unter Menschen gekommen, wozu ich mich in meiner Freizeit ja nicht so aufraffen kann… mh.

Aber gestern war ein schöner Tag ! 🙂 Hab richtig Spaß gehabt, konnte mich mal richtig fallen lassen. Hab J. endlich wieder gesehen. Die Sonne hat geschien. Es war einfach super =)
Nur abends kamen dann die Suizidgedanken krass durch und so…

Lernen für Abschlussprüfungen

Die Abschlussprüfungen rücken immer näher, ca. 4 Wochen noch. Und ich habe nicht mal angefangen zu lernen.. ich habe mir nichtmal einen Plan gemacht, wo ich wie anfange und wann was lerne etc…
Und dann habe ich noch ein Problem: Ich weiß nicht, wie ich effektiv lernen soll. Mathe ist nicht so schwer zu lernen, da muss ich die Methoden nur beherrschen. Das geht. Englisch muss ich Vokabeln lernen, damit ich nicht so viel blättern muss im Dictionary und halt wie man die Textarten schreibt und so weiter. Auch nicht so schwer. In Deutsch muss ich das Buch nochmal lesen, und halt schauen wie ich die verschiedenen Aufsatzformen schreibe. Auch nicht so das Problem. Bei den Fächern weiß ich ja wenigstens, wie ich lernen kann, das ist ja nicht das Problem.
Aber es gibt da ja noch mein Schwerpunktfach: Gesundheit und Pflege. Ich kann das ganze Gehirn auswendig lernen, und alles was damit zu tun hat; ich kann alles mit dem Herzen auswendig lernen, ich kann die Einflüsse auf die Gesundheit und sowas auswendig lernen und die Präventionsmaßnahmen und Gesundheitsmodelle auch, alles kein Problem. Mein Problem besteht jetzt nur darin, dass ich nicht weiß, wie ich lernen kann, das alles miteinander zu verknüpfen! In der Prüfung kriegen wir ein Fallbeispiel, aus dem müssen wir dann die Krankheit raussuchen und dann noch alles was mit dem Hirn und Herz damit zusammenhängt.. also bin ich schon bald am Verzweifeln, weil ich nicht weiß, wie ich das lernen soll! Ich werde wohl nächste Woche mal Frau M. fragen… vielleicht kann sie mir ja einen Tipp geben, oder Beispielaufgaben. Hoffentlich.

Jetzt werde ich mir erstmal einen Wochenplan machen, der für die nächsten 4 Wochen gilt. Da trage ich ein, wann ich was lerne, und wie lange. Damit ich nicht völlig verplant bin.

Verabschiedung der guten Vorsätze

Ich wollte nicht mehr schneiden. Aber doch hatte ich 2 Rückfälle innerhalb von ein paar Stunden. Ich weiß nicht genau, wie viele. Ich bin dank den neuen Tabletten wie in Trance, in einer anderen Welt..
Ich wollte davon los kommen, für meine Zukunft, für das FSJ. Ich kann ja schlecht mit psychisch kranken Jugendlichen zusammenarbeiten, wenn ich selbst nicht besser bin. Vielleicht sollte ich das doch alles absagen, erst gar nicht zum hospitieren hin gehen. Vielleicht wäre das die sinnvollste Lösung…
Ich hab einfach Angst, das nicht zu schaffen,  wenn ich alleine wohne, weit weg von meiner Familie und meinen Freunden. Ich schaffe es ja nichtmal hier, davon los zu kommen. Wie soll das nur ohne Unterstüzung gehen? Und mit einem anstrengendem Job, wo ich ständig meinen Ängsten gestellt bin?
Aber eigentlich ist es doch das, was ich will. Wirklich will. Ich will weg hier und mein FSJ in der Mädchen-Wohngruppe machen.
Nur hab ich Angst. Viel Angst…
Vielleicht schaffe ich ja nichtmal meinen Abschluss… Wenn ich den nicht kriege… Ich hab schon überlegt, was dann ne alternative zum Studium wär.Die einzige, die mir eingefallen ist, war Selbstmord… Was anderes würde ich nicht wollen werden, außer Sozialpädagogin.

Zu labil..

Therapie heute war mega anstrengend. Erst haben wir über den Termin morgen geredet, was sie ansprechen soll, darf und was auf keinen Fall.
Okey, das ging ja noch so halbwegs… Hab ihr das mit Papa erzäht, wie er reagiert hat, als ich ihm gesagt habe, dass er mir unterhalt zahlen muss, zu 99 %.

Naja, dann habe ich ihr von gestern erzählt. Und an ihrer Körpersprache und Stimmenlage habe ich schon sofort erkannt, dass sie sich wieder Sorgen macht. Ich habe ihr auch von den extremen Stimmungsschwankungen erzäht. Sie meinte, das würde alles aus der Angst raus kommen und wäre ein Teufelskreis.

Druck, lernen zu müssen -> Durch eh mangelnde Konzentration, Angst zu versagen -> Noch mehr Druck -> Noch mehr Angst -> Noch mehr Druck -> Blockade… Und alles wieder von vorne. Ja, das kann sein. Ist total deprimierend, zu wissen, dass man selbst an dem Zustand Schuld hat, und was ändern könnte. Aber es geht eben nicht ._.

Dann meint sie, dass sie nochmal mit mir an der Selbstverletzung arbeiten möchte, aber dass ich dazu stabil sein muss und genug Kraft haben muss, damit ich dagegen ankämpfen kann. Deswegen hat sie das eher verschoben, bis ich stabil genug bin und so… Deprimierend, dass ich zu labil bin, die Themen durchzunehmen was sie sich extra raussucht und vorbereitet…

Ich war heute in der Schule wieder kurz davor, mich zu verletzten. Und jetzt bin ich auch kurz davor, ich kann einfach nicht mehr… Ich bin um halb 6 eingepennt, hab bis halb 10 geschlafen. Hätte lernen müssen für die schöne Anatomie-Arbeit morgen, die ich nun verkacken werde. Ob heute lernen noch geholfen hätte, weiß ich nicht… eher nicht… mh… 😦

Achso. Stimmungsschwankungen. Hab ihr erzählt, dass es im Moment so krass ist, wie noch nie glaube ich. Das ist so heftig, mich macht das voll fertig… Ihre Antwort darauf war, dass das mit der Vorfreude auf den Auszug, und den Abschluss zu tun hat. Dieses ewige hin und her. Bald kann ich ausziehen, wuuuhuu, und dann, ach schaffe ich das überhaupt? Und wuuhuu, nur noch 7 Wochen Schule. Und dann: Fuck ey, deine Prüfungen kommen immer näher ! :O
Mein Zentrales Problem ist wohl wirklich die Angst im Moment, und ich kann nichts wirklich dagegen tun…