Bald gehts looos

Mein Laptop geht wieder einigermaßen und nun kann ich nochmal was schreiben.
Es ging nicht, wie geplant, am 26. los, da die Umzugsfirma keine Zeit hatte.
Jetzt geht es am kommenden Montag los, am 5.3. ist der Umzug eeeendlich!

Ich habe noch mega mäßig viel zu tun und muss nun doch alles alleine machen, da meine Bezugsbetreuerin krank ist. Ich hab mir alles aufgeteilt für die nächsten Tage bis zum Umzug, aber der Antrieb fehlt oft und ich brauche ewig lange für die Aufgaben. Heute zum Beispiel hab ich aus Frust, weil M. krank ist, bis 15 Uhr geschlafen und bis 17 Uhr im Bett gelegen und dann erst angefangen. Dann rief ein bekannter an wegen meinem Laptop und seit dem hab ich auch nichts produktives gemacht. (Baden gewesen, lesen, essen bestellt was anschließend im Klo gelandet ist..,) Applaus, echt toll gemacht alles.
Jetzt ist es viertel nach 10, normal nehme ich um 10 meine Nachtmedis, und ich hab noch einiges auf der To-Do-.Liste. Das wird eine lange Nacht.
Morgen muss ich wirklich früh aufstehen, weil ich mich zum letzten Mal mit meinen Eltern in der Nachbarstadt treffe und mit dem Zug um 10 da hin fahren muss, was heißt um viertel nach 9 zum Bahnhof laufen.

Ich hatte in der letzten Woche 4 oder 5 Bulimie-Rückfälle, was sehr an mir nagt, denn seit anfang des Jahres lief es eigentlich sehr gut bezüglich der Bulimie. Ich versuch mich, nicht zu sehr fertig zu machen, aber das klappt selten… 😦 Ich bin einfach immer so sauer auf mich. Egal was ich vor habe, es geht nur schleppend voran und das macht mich so wütend auf mich, dass ich mich am liebsten grün und blau schlagen würde, weil ich einfach in jeglicher Hinsicht so unfähig bin. Wahrscheinlich denkt ihr euch jetzt, ich könnte ja, statt zu sdchreiben, was sinnvolles machen. Aber ich brauch das Ventil gerade, um nicht noch mehr mist zu machen (svv..).. Bin nun über 2 Wochen ohne Selbstverletzung und das soll so bleiben. Will in der neuen Einrichtung nicht gleich mit frischen Wunden und Fäden auftauchen… Es ist mir schon peinlich genug, dann berichten zu müssen, dass das mit dem essen nicht so gut klappt momentan, durch den Stress denk ich..

Ich lass mir jetzt ne Tavor bringen und mache dann weiter mit meiner To-do-Liste…

 

It goes on!

Heute kam eeeeeendlich die Zusage, dass ich in die neue Einrichtung ziehen darf! Endlich hat das Amt sich entschieden! Mir ist ein riesen Felsbrocken vom Herzen gefallen, das kann ich euch sagen. Endlich wieder Hoffnung und nicht nur in der Depression schwimmen!

Jetzt steht natürlich eine Menge Arbeit und Stress vor mir. Aber das nehme ich gerne in Kauf für ein neues Leben! Mit mehr Hilfe und Therapie und die Unterstützung, die ich brauche. Dafür, weniger einsam zu sein und zu allem etwas Abstand zu bekommen. Ich freu mich!

Vorraussichtlich geht’s am 26. Schon los, wenn die Umzugsfirma da Zeit hat! Oh Gott ich bin so aufgeregt 🙈

Neues Jahr, neues Glück!

So ihr lieben, es steht fest, ich ziehe Ende Januar/Anfang Februar in die neue Einrichtung nach Bayern! Mittlerweile, seit ich dort war zum anschauen, freue ich mich richtig und kann es kaum abwarten. Es ist wirklich toll dort und sehr klein, wir sind insgesamt dann 10 Frauen, in 2 Häusern. Und die Betreuer, die ich kennen gelernt habe, sind mega nett und herzlich und haben echt Ahnung, von dem was sie machen und kennen sich sehr gut mit meinen Krankheitsbild aus. Auch die 2 Frauen, die ich kennen gelernt habe, sind sehr sympathisch und offen gewesen, haben mir alles gezeigt, fragen beantwortet. Und mein Papa findet die Einrichtung auch super, er war mit mir dorthin zum Gespräch. Alle sind begeistert und freuen sich für mich 🙂 Und ich freue mich mega doll auf den Neuanfang!

Seit ich weiß, dass ich dorthin kann, habe ich auch wieder viel mehr Kraft. Und Motivation und Hoffnung. Nach Weihnachten bis gestern hatte ich Besuch und das tat auch sehr gut. 

Ich hab die nächste Zeit viel zu tun, und muss deswegen nur noch ein paar Mal in die Tagesstruktur. In 2 Wochen macht sie Ts zu und sie ziehen in ein anderes Gebäude und zur gleichen Zeit ziehe ich vermutlich auch um 🙂 Ich hab auch schon viel erledigt, für meine Verhältnisse. Ich habe meinen kompletten Schrank ausgemistet und mich endlich von Sachen getrennt, die schon seit Jahren nicht mehr passen und/oder kaputt sind. Ich habe x Umzugsfirmen angerufen bezüglich Kostenvorschläge und habe mich darum gekümmert, Sperrmüll zu bestellen. Ich hab aufgeschrieben, was ich alles mitnehmen und was zu Papa muss, denn mein Zimmer in der neuen Einrichtung ist kleiner. 

Die Woche ist auch voll. Morgen muss ich zur Ts, um 16 Uhr zu meiner Bezugsbetreuerin ins Büro und um 17 Uhr haben wir einen Termin mit meiner gesetzlichen Betreuerin. Dienstag habe ich einen Termin in Tiefenbrunn bei meiner alten Therapeutin, das beansprucht auch wieder fast den ganzen Tag und am Mittwoch kommen 2 Umzugsfirmen zum begutachten wegen der Kostenvoranschläge, einer vormittags und einer Nachmittags. Donnerstag muss ich dann zur Ts und habe wieder Ergo nachmittags und Freitag nur Ts und dann fahre ich vermutlich zu Mama und Papa. Und das sind nur die festen Termine… Ich muss noch einiges mehr erledigen. Puh das wird anstrengend. Aber ich schaffe das irgendwie 🙌 

Allen ein frohes, neues Jahr mit vielen Glücksmomenten und Lichtblicken! Ganz viel Kraft für euch 💜

Auszug

Ich bin mitten drin und es ist so anstrengend. Nicht nur die körperliche Arbeit beim Aufbauen, Kisten schleppen etc… Nein, viel mehr psychisch. Ich muss stark sein, die ganze Zeit, und das, obwohl der Umzug viel in mir auslöst. Gute und schlechte Gefühle. Freude und Angst zugleich.
Was aber fast noch schlimmer ist: Ich habe im Moment kein zu Hause. Hier fühle ich mich nur noch als Gast (bin noch bei meinen Eltern bis Sonntag, also da schlafe ich das 1. Mal in meiner Wohnung…) und in meiner Wohnung bin ich völlig fremd. Alles neu, neue Umgebung, neue Möbel, neuer Wohnraum. Ich wohne da alleine. Viel Angst kommt. Und obwohl alles immer realistischer wird, ist es noch so unreal.
Und sobald der Trouble vorbei ist, werde ich zusammen brechen. Aber ich bin nicht unbewaffnet. Bin drauf vorbereitet, Stelle mich drauf ein und meine Betreuerin und Therapeutin ebenso. Irgendwie wirds schon gehen.

Wohnung!

ICH HABE DIE WOHNUNG! JUCHUUU!!!!!

Heute war ich beim Amt, ein hin und her gerenne, bin fast durchgedreht. Stand öfter kurz vorm Nervenzusammenbruch. Ich wurde von dem Amt zu dem geschickt und dann wieder wo anders hin. Beim letzten dachte ich dann endlich, dass alles geklärt ist, aber dann fehlten die Unterlagen, die Trulla vom Arbeitsamt natürlich nicht weiter gereicht hat, wie sie eigentlich sollte. Da musste ich dann noch hinterher telefonieren. Aber ich bekam dann nach der Therapie eine Mail, in der Stand, dass die Wohnung genehmigt ist und sie mir die schriftliche Zusagen zu schickt! Wenn ich die habe, muss ich wieder zu den Volksheimstätten und kann dann endlich den Mietvertrag unterschreiben! Yay! Ich bin endlich einen Schritt weiter. Die Freude über die Wohnung hat dann auch den Stress und die Wut wett gemacht, jetzt gehts mir wieder gut =)

In der Therapie haben wir viel geredet. Nicht, dass ich sonst nie reden würde, aber wir haben sehr viel über Ängste, Traume, Umzug, Tablettenmissbrauch geredet. Und meine Therapeutin wurde irgendwann ernst als es um die Tabletten ging. Den Missbrauch, meine Cocktails die ich nehme, wenn ich genug von der Welt habe und einfach mal einen Tag fliehen will. Sie hat gefragt, wo denn die Grenze von „Nur einen Tag schlafen“ zu „Nicht mehr aufwachen“. Sie wurde dann erst recht ernst, als ich meinte, dass ich Angst habe, wenn ich ausgezogen bin. Angst, die Kontrolle zu verlieren und „aus Versehen“ zu viele Tabletten nehme und nicht mehr aufwache. Hier halten mich meine Eltern davon ab, ich will immer den Schein bewahren, dass es mir halbwegs gut geht. Und das geht nicht, wenn ich ewig nicht aufwache und sie den Notarzt rufen. Genauso geht das nicht, wenn sie mich andauernd zum nähen fahren müssten. Deswegen habe ich mich halbwegs unter Kontrolle (Was die Tiefe der Schnitte angeht leider nur…). Sie hat mir zugestimmt, meine Ängste sind berechtigt, aber das Risiko muss ich eingehen. Muss und will ich auch. Hier wirds auch nicht besser. Und zur Not habe ich ja noch J., die mich auffängt. Und zur Not auch in die Klinik bringt, wenn ich nicht mehr kann und nichts mehr kann. Und sie auch. Aber das Risiko, dass ich alles abbreche, bleibt. Aber die Wohnung gibt auch Hoffnung. Ich bin aus der Umgebung raus, wo so viel Mist passiert ist, so viel schief gelaufen ist und vorallem, wo mein Trauma entstand. Aber ich bin froh, dass sie mich ernst nimmt und nicht sagt: Ach, das wird.
Sie nimmt mich ernst, sieht realistisch. Aber sie sieht auch die positiven Seiten. Die sehe ich gerade auch sehr deutlich, aber manchmal kommt die Angst so krass und überwältigt mich..:(

Aber ich habe eine Wohnung! Es geht vorran! Danach kann ich mich langsam an ein Praktikum ran tasten, langsam wieder ins ’normale‘ Leben einsteigen. Nicht, dass mir das keine Angst machen würde, also das ’normale‘ Leben. Aber es wird mir auch Sicherheit, Halt und vor allem einen Sinn im Tag und im Leben geben und mich hoffentlich näher ans Leben wollen ziehen!

Leer, deprimiert, traurig, hoffnungslos..

Ich spüre wieder diese Leere in mir, die durch traurigkeit und hoffnungslosigkeit begleitet wird… sonst ist alles leer. Und ich bin deprimiert. Ich habe keinerlei Hoffnung, dass sich noch irgendwas ändern wird in meinem Leben, dass ich irgendwann wieder richtig leben kann. Dass ich Spaß am Leben habe. Ich habe auch die Hoffnung auf die Wohnung verloren. Ich sollte ja alles hinschicken, habe ich 2 Stunden nach dem telefonat sofort gemacht und darum gebeten, dass sie es mir bis heute Abend zurück sendet, damit ich morgen zum Jobcenter kann. Andauernd aktualisiere ich mein Postfach – keine Email von der Vermieterin… Ich hab Angst, dass ich immer hier wohnen bleiben muss, dass es nie besser wird, immer nur schlimmer, dass ich immer alles in mich rein fressen muss und und nach außen hin den Schein bewahren muss, es ginge mir halbwegs gut.
Das einzige, was mir noch Kraft gebracht hat, war die Wohnung. Die Hoffnung auf Besserung. Aber die schwindet immer und immer wieder.
Es gibt auch einfach im Moment keine anderen Wohnungen in meinem Budget, die nicht ausschließlich an Studenten vermietet werden.

Ich möchte am liebsten schneiden. Um zu spüren, dass ich noch lebe. Um es zu sehen. ich könnte ja einfach weiter am Arm schneiden, auf die paar Wunden mehr oder weniger kommt es aus nicht drauf an, langämlich muss ich jetzt eh wieder rum laufen.
Ich weiß nicht, ob ich stark bleiben will. Es wird kälter, geht auf den Winter zu, und meine Lust und Kraft schwindet, gegen das Verlangen anzukämpfen. Warum auch? Ich mag Narben, es ist so kalt, das jeder langärmlig rum läuft, so schnell würde es niemand bemerken. Also warum nicht?

Ich will doch nur, dass alles besser wird.. es ist alles so ambivalent…