Lebenszeichen

Hallo ihr Lieben!

Ja, ich lebe noch =) Ist auch schon eine Weile her, dass ich hier was geschrieben habe. Es tut mir sehr leid, wirklich. Ich hoffe, ihr habt euch keine Sorgen gemacht!

Es ist ein wenig Zeit verständen und leider nicht nur gutes passiert. Länger war ich recht stabil, alles ging ganz gut. Doch irgendwie kam es langsam und schleichend, dass es wieder schlechter wurde.. bis hin zu mehreren Krisen, sogar einen Rückfall in Selbstverletzung. Und jetzt kam es so weit, dass es nicht mehr ohne Klinik ging. Bin nun seit fast 2 Wochen hier auf der offenen Krisenstation, auf der ich 2014 nach meinem letzten Suizidversuch war, wo ich im Anschluss dann in die Wg gegangen bin.
Ich bin im Moment ziemlich überfordert mit mir, den ganzen Gedanken, den Gefühlen, die alle hoch kommen und nun nicht mehr weg gedrückt werden durch destruktives Verhalten. Ziemlich krass, dieser ganze Scheiß… Gibt häufiger zusammenbrüche, in den ich einfach nur heule und gar nicht mehr klar komme.. Gefühlt bin ich dann schon die Klippe runter gestürzt und falle, habe keinen Fallschirm dabei. Manchmal denke ich, es ist einfacher, einfach wieder zu schneiden… ich kann diese ganzen Gefühle, Emotionen und Gedanken nicht mehr aushhalten, diese Heulkrämpfe und Zusammenbrüche, wo selbst das Personal überfordert ist. Ich kenn das gar nicht mehr von mir…

Aber irgendwie muss es ja weiter gehen, oder?

Es ist nur gerade sehr hart… aber das geht vorbei, oder?

Wie gehts euch? Gibts was zu erzählen?

Ich hab jetzt zu Hause sogar Wlan! Endlich, nach fast 2 Jahren. Und einen anderen Laptop hab ich auch =)

Wünsche euch eine tol

Selbsthass 3725372.

Mich hat der Selbsthass wieder voll im Griff. Letzte Nacht musste ich zum nähen ins Krankenhaus, der Selbsthass war zu groß und ich hatte keine Kontrolle mehr. Da die Notaufnahme jetzt in dem neuen Krankenhaus ist und ich dort noch nicht war, hatte ich Angst, alleine hin zu gehen. Also habe ich meine Mitbewohnerin geweckt. Die lies sich nicht davon abbringen, den Nachtdienst anzurufen. Natürlich hatte die Betreuerin Dienst, die ich gar nicht leiden kann.. Super.. Jackpot..
Sie hat uns dann ein Taxi gerufen und wir sind mit dem Taxi ins Krankenhaus. Und so blöd das jetzt klingt: Ich bin froh, nicht alleine gewesen zu sein, denn die Notaufnahme ist im Keller und da gibt es keinerlei Handyempfang… Das hält mich sonst immer irgendwie aufrecht, wenn ich alleine ins Krankenhaus muss. Also mit wem schreiben zu können, dann fühle ich mich weniger alleine.
Der Arzt war ganz nett und witzig, die Pflegerin auch. Wurde genäht und konnte wieder gehen, sogar ohne dass die meine Betreuerin anrufen, wie sonst immer.
Zu Hause hab ich dann noch ne Schlaftablette genommen, die ich heimlich gebunkert habe, und konnte zum Glück recht schnell schlafen.
Und den ganzen Tag heute auch. Habs nicht zur TS geschafft, nicht mal zum Mittagessen. Bis Abends mein Betreuer kam, hab ich nur im Bett gelegen und geschlafen.
Danach hab ich mich mit meiner Mitbewohnerin ins Wohnzimmer gesetzt und TV geschaut, während ich versucht habe, den Selbsthass irgendwie zu verdrängen. Dann musste ich noch essen, und dann war es noch schlimmer. Das Duschen hat dem ganzen das Krönchen aufgesetzt. Jetzt liege ich voller Selbsthass im Bett, könnte mir alles aufschneiden und versuche den Drang zu ignorieren. Habe meine Medis genommen und hoffe, bald schlafen zu können… Hoffentlich schaff ich es morgen zur TS.

Krankenhaus in der Nähe…

Die Notaufnahme ist letztes in ein anderes Krankenhaus umgezogen, und das ist bei mir um die Ecke. Ich kann quasie zu Fuß hin laufen und muss mir nicht immer Gedanken machen, wie ich hin und zurück komme und ob ich Geld für Taxi hab. Obs wirklich nötig ist.
Das ist auf der einen Seite gut, weil ich dann die Wunden eher versorgen lasse, aber auf der anderen Seite ist das eher nicht förderlich. Denn nun kann mich die Entfernung und die Taxikosten, das Beichten beim Betreuer und Krankenwagen rufen nicht mehr abhalten, so tief zu schneiden, denn nun kann ich einfach einen kleinen Spaziergang machen, und bin da. Niemand müsste etwas mitbekommen, ich müsste kein Geld für Taxi ausgeben, es ist einfach weniger umständlich. Und gerade das ist es, was gefährlich ist. Nun werde ich vielleicht öfter schneiden, vor allem öfter tiefer, so dass es genäht werden muss… Ich hab nicht mehr so viele Gründe, die mich davon abhalten. Das einzige, was mich noch etwas bremst: Ich weiß nicht, ob die, wie im anderen Krankenhaus, auch die Betreuer anrufen wollen um abzuklären, ob ich in die Klinik muss. Das könnte mir zum Verhängnis werden… Deswegen war ich bislang noch nicht da.
Aber so blöd es klingt: Der Drang ist so stark, es auszunutzen… so dumm eigentlich, aber es ist leider so…

Nun sitze ich hier, betrinke mich (Mal wieder) und überlege, ob ich dem Drang schon wieder nachgehen soll, oder nicht. Überlege, wo meine Klingen und Verbände sind. Wiege Vor- und Nachteile ab. Gut, Vorteile gibts wohl kaum, aber irgendwie schon. Was tun? Nachgeben, hin gehen, verheimlichen?
Bedarf hab ich auch nicht mehr hier, alles leer. Und ich weiß nicht, wer Nachtdienst hat. Also trinke ich einfach weiter meinen Glühwein, versuche schöne Bilder zu malen, die mir gefallen. Klappt nur nicht… Naja, ich warte einfach ab…

Krankenhaus

Es war mal wieder soweit… Ich musste ins Krankenhaus zum nähen…
Da ich ja gerade bei meinen Eltern bin, hatte ich richtig Angst, was zu sagen.. Habs dann gesagt und Mama war erst sauer.. Ist aber mit mir gefahren. Sie meinte auf der Fahrt, dass es sein kann, dass sie mich da behalten. Haben sie nicht, aber ehrlich gesagt, wäre ich auch nicht traurig gewesen…35 Stiche, total übertrieben… Der Arzt hat selbst die Kratzer genäht. Nunja, ok.
Nun bin ich zu Hause, habe Bedarf genommen und hoffe, gleich schlafen zu können.
Hoffe, ich muss nicht frühzeitig zurück..

Eskalation..

Wieder einmal ist es eskaliert. Ich habe den ganzen Tag gekämpft, gegen die bösen und schlimmen Gedanken. Doch dann brach alles über mir zusammen. Ich habe geschnitten. Habe die halbe Nacht im Krankenhaus verbracht. 10 Schnitte, alle mussten genäht werden. Doch wisst ihr, was das fiese ist?  So sehr ich mich über die Niederlage ärgere und Enttäuscht bin, der Druck ist weg und die Tatsache, dass es genäht werden muss, nimmt mir noch mehr Druck. Es zeigt mir, dass ich nicht total unfähig bin. Wenigstens das bekomme ich noch hin. Ich bin keinesfalls für das Selbstverletzen, aber mein kranker Kopf hat nunmal leider solche Gedanken. Es befriedigt mich, genäht zu wurden. Es war das erste Mal, seit ich hier bin, dass es genäht werden musst. Das erste Mal seit einem halben Jahr. Ich finde, dass das schon ganz schön viel ist, im Gegensatz zum letzten Jahr.
Doch gleichzeitig weiß ich nicht, wie es weiter gehen soll. Es wird im Moment immer schlimmer, statt besser. Wie soll ich mich wieder aus dem Loch reißen? Meine Mitbewohnerin hat gefragt, ob ich nicht doch lieber in die Klinik will zum stabilisieren. Manchmal denke ich, es wäre nötig, doch eigentlich will ich ja gar nicht. Der Arzt im Krankenhaus wollte mich auch dem Psychiater vorstellen. Gut, dass die nächste Psychiatrische Klinik über 30 km weg ist und er mit meiner Betreuerin telefoniert hat, die meinte, dass das nicht nötig wäre. Sonst säße ich jetzt in der Klinik.
Am Dienstag habe ich einen Termin bei meiner Psychiaterin. Mal schauen, was die dazu sagt. Morgen kommt meine gesetzliche Betreuerin. Die wird es dann auch erfahren. Ich hab Angst vor deren Reaktionen. Ich will nicht in die Klinik, ich muss das irgendwie anders schaffen! Nur wie, ist die Frage.

Ich habe jetzt Bedarf und meine Nachtmedis genommen und werde nun versuchen zu schlafen…

Kontrolle verloren

Ich esse nicht, und wenn doch, kotze ich alles aus. Ich schneiden, muss genäht werden, und alle machen sich Sorgen, dass ich bald daran sterbe (So abwegig ist es vielleicht nicht…). Ich trinke fast jeden Tag Alkohol und nehme Benzos und andere Tabletten – zu viele. Die Stimmen sind wieder da und lauter denn je.
Ich hab die Kontrolle über mein Leben verloren – einsehen kann ich es aber auch nicht. Ist ja nur eine ’schlechte Phase’…

Zusammenbruch…

Ich: A.. ich dreh gleich durch :(( Das ist alles so viel.. ich bin so überfordert.. und dann nervt Mama noch wegen dem scheiß Brief. Ich weiß, dass ich nichts auf die Reihe kriege, aber muss man mir das alles so unter die Nase reiben?! Ich kann nicht mehr… ich liege gerade heulend und zitternd im Bett… und ich heule selten… es soll einfach alles aufhören 😥
Wie kann man von so.wenig so krass überfordert sein? Das ist doch nicht normal 
Ich bin einfach unfähig zu leben..
A.: Mittwoch würde mir 10:30 am besten passen.  Du bist NICHT unfähig!  Nur spülen bei dir schnell alte unverarbeitete Gefühle nach oben (Bewusstsein) und die fühlen sich sehr mächtig an.  Das wird erst besser wenn du lernst damit umzugehen.  Ich weiß Leider keinen anderen Weg.  Bis dahin sind die Medis deine Krücken. 
Ich: Oke… schreib ich ihr…
Ich bin  gerade vollkommen zusammen gebrochen…. ich kann nicht mehr…
Ich zitter so wie noch nie… heulkrampf…
Ich will nur, dass es aufhört 
A.: Retraumatisierung. 😤 Du weißt es kommt, ist sehr heftig, ABER geht auch vorbei. Dann bist du total erschöpft und musst dich erholen. 😴 Nimm Medis wenn du es gar nicht mehr aushältst.
Ich: Kannst du nicht herkommen? Meine Tabletten holen? Damit ich nichts mit anstellen kann?  Hab schon 100 mg Atosil genommen…
Tut mir so leid, dass ich das frage… aber ich weiß nicjt weiter und hab so angst …
A.: Wenn du für deine Sicherheit nicht garantieren kannst, ruf 112 !! Ich kann dich nicht bewachen. Das klappt nicht. Dafür bin ich zu weit weg. ÜBERLEBEN HAT PRIORITÄT ! Rette dich jetzt !
Ich möchte wirklich dass du lebst !!!
Ich: Ich kann nicht… ich will nicht in die Klinik….ich kann nicht…  ich will nur die Medis nicht hier haben…
Ich werd lamgsam ruhiger…zumindest körperlich… das atosil wirkt… aber ich hab Angst…
A.: Franzi, bei aller Liebe… Ich hab Familie. Soll ich mit 7j Kind zum Notdienst ausrücken?
Ich: Nein… tut mir leid… 
A.: Ich versteh deine Angst. Mir machen solche Ansagen auch Sorgen.
Ich weiß, dass es doof ist nicht Akuthilfe zu bekommen. Aber das genau ist die Grenze zwischen ambulant und stationär. Bitte versteh mich richtig, wenn ich in der Nähe wäre, hätte ich kurz kommen können. Aber so.. 30min Fahrt…
Ich: Jaa… ich weiß das ja auch eigentlich… ich bin nur echt verzweifelt 😦
Tut mir leid…
A.: Da ist 112 schneller
Ich: Kann ich auch 2 Tavor nehmen?
Ich: NEIN!!!! DIE SPERREN MICH NUR IN DIE KLINIK EIN!
A.: Hey, die Frage nach Hilfe war okay. Ich kann nur nicht ja sagen, weil ich hier bei meinem Kind sitze.
A.: Wann hast du Atosil genommen??
Ich: Vor fast einer Stunde..
A.: Gehts besser jetzt?
Ich: Ein wenig…
Aber ruhig bin ich lange nicht…
Hast du morgen irgendwie Zeit? Oder Freitag? Ne Stunde oder so? Ich weiß nicht, ob ich das Wochenende so schaffe…
A.: Sollte noch so eine Tour kommen, dann erstmal 1 Tavor, 30min abwarten. Bei Besserung wars das. Verschlechterung = Klinikschutz.
Ich: Also jetzt noch kein Tavor?
Anja: Morgen könnte ich 11:30 für fast 1h.
Ok das wäre echt gut…
A.: Tavor nur wenn die Beruhigung NICHT anhält, SONDERN eine weitere Krisenrunde losgeht.
Ich: Okey…
A.: Mit Glück hat Atosil gereicht. Auch wenns spät wirkte. 😕
Ich: Hoffentlich…
A.: Die Loopings in der „Achterbahn“ sind SCHEISSE ! Ich weiß. Erhol dich gut ! Und lob dich fürs melden und durchhalten !!! Hast du gut gemacht !!!!!
Ich: Es geht wieder halbwegs… gott sei dank… aber es macht mir so Angst… mitlerweile bin ich an nem Punkt, wo ich lange nicht mehr war. Nichtmal in Krisen… ich hoffe, das hört bald auf…
Kommst du dann morgen? Und nimmst meine Medis mit? 
A.: Ja. Ich bin ab 11:30 da. Du  warst wirklich tapfer ! Sorg jetzt gut für dich. Denn das heilt !!!
Ich: Nichts heilt… Tabletten betäuben nur… verdrängen die Symptome… wie Schmerzmittel bei Schmerzen…
A.: Nach Krisen gut mit sich umzugehen und nicht sauer auf sich zu sein. DAS HEILT !  Wirklich 
Ich :Ich versuch zu schlafen… Atosil zeigt nun seine sedirende Wirkung… gott sei dank… und danke!! Auch, dass du keinen Krankenwagen gerufen hast… das hätte alles nur schlimmer gemacht…
A.: Schlaf gut 😴
Ich: Danke… bis morgen

Verlauf von mir und meiner Betreuerin gestern Abend. Ich war am Ende. Mir wurde bewusst, wie unfähig ich bin und wie alleine, einsam. Abhängig von anderen. Hätte sie nicht reagiert – dann hätte ich alle Tabletten geschluckt, die ich hier hatte. Aber nachdem ich ihr das geschrieben habe, konnt ich mich nicht mal mehr verletzten. Hätte total das schlechte Gewissen gehabt.

Heute morgen kam sie dann. Ich saß wie ein Haufen Elend aufm dem Sofa, immer noch total fertig. Sie hat gefragt, ob sie mich nicht doch in die Klinik bringen soll. Und dass es echt grenzwertig war gestern. Das sie hätte in Teufels Küche kommen können, hätte ich mir was angetan. Weil sie davon wusste und nicht gehandelt hat. Aber sie war auch stolz auf mich.
Allerdings machte sie mir auch klar, dass niemand anderes so reagiert wie sie. Eben weil sie mich kennt und gut einschätzen kann. Bei ihrer Vertretung, meinte sie, wäre ich längst in der Klinik gelandet. Weil sie mich nicht kennt, mich und das Risiko nicht einschätzen kann.
Also werd ich wohl die 3 Wochen meine Klappe halten und mich nur bei ihr melden, wenn ich Medis brauche oder so. Aber NIEMALS wenns mir Akut schlecht, sehr schlecht, geht.
3 Wochen. Vermutlich land ich dann eh in der Klinik. Ob von der Vertretung, den im Krankenhaus oder meiner Therapeutin.. die von den 3 Wochen auch eine Urlaub hat…
Omg. Ich hab sooo Angst…

An manchen Tagen, sollte ich besser nicht aufstehen..

Der Tag heute war fürn Arsch. Komplett. Verzeiht meine Ausdrucksweise, oder so ist es nunmal und ich bin mega genervt.
Angefangen hat es damit, dass ich den Arsch heute morgen mal wieder nicht hoch bekommen habe. Wollte gerade duschen, da klingelte meine Betreuerin. Die musste natürlich dann warten, bis ich mitm Duschen fertig war. Mir gings nicht sonderlich gut.
Dann zum Amt, den Wisch wegbringen. Nunja, da saßen ca. 2 Leute und dann sind wir wieder abgedampft und zu Papa auf die Arbeit, um es kopieren zu lassen, damit ixh es mit der Post weg schicken konnte.
Wir sind dann zum Arzt, brauchte ja eine Überweisung für morgen. Im Wartezimmer wollte ich gleich wieder weg – fremde Umgebung, zu viele Menschen und ich hasse Ärzte einfach.
Meine Betreuerin hat so erzählt was los ist, der Herr Doktor hat das alles ganz nüchtern aufgenommen und aufgeschrieben. Dann hat er sich noch meinen Arm angeschaut und mir die Überweisung gegeben. Mit der Bemerkung, dass ich nachste Woche zum Fäden ziehen kommen solle.
Als wir da fertig waren, sind wir noch einkaufen gewesen. Zurück in meiner Wohnung fiel mir auf, dass ich den Tabak vergessen hatte.
Als meine Betreuerin weg ist, bin ich zum Zigarettenautomaten, der dann mein Geld fraß und mir natürlich keine Zigaretten gab. Ich war totsauer und hab mich ins Bett verkrochen und geschlafen. Danach den Brief fertig gemacht und zum Einkaufen. Tabak kaufen. Mir gings besser und ich fuhr mit dem Rad los. Durch NKD geschlendert, ein wenig bei Rossmann eingekauft und bei Edeka Tabak. Der Sonne entgegen und mit Gegenwind bin ich heim. Runter vom Fahrrad, wollte den Schlüssel auspacken und dann: BÄM! Er musste sich unbemerkt aus dem Staub gemacht habe. Ich hab angefangen zu heulen, meine Eltern angerufen. Bin den weg zurück gegangen und den Schlüssel gesucht. Hab dann in den Läden gefragt und nachgeschaut – nichts. Dieser scheiß Schlüssel ist weg!! Immernoch 😦 Hab dann auf meine Eltern gewartet… wollte wo warten, wo mich niemand sieht, eben weil ich heulte. Bin hintern Edeka und BÄM,  saß ich an den Bahngleisen. Andauend kamen Züge. Ich war den Tod so nah und doch so fern. Ich will ja eigentlich leben oO Hab da dann also heulen, rauchend und Musikhörend gewartet. Meine Eltern kamen nach einer halben Stunde und wir sind zu meiner Wohnung. Ich war immer noch total fertig.. wollten die Nachbarn fragen, was sich allerdings schwieriger gestaltete.
Wenn der nicht gefunden wird, hab ich ein Problem. Ich hab ja genug Schlüssel, aber ich muss ja trotzdem welche Nachmachen lassen.
Das größte Problem ist, dass da BEIDE Briefkastenschlüssel dran waren. Ich komme also nicht mehr an die Post. Scheiße,  vor allem, wenn man vom Amt lebt.. wenn die mir n Brief schicken ubtd irgendwas wollen, dann bekomme ich das nicht mit und dann kürzen sie mir das Geld. Was soll ich nun tun?

Das Unglück ging weiter. Als meine Eltern weg waren, saß ich hier heulend und zitternd; fertig mit der Welt. Und hab geschnitten…
Wusste nicht, wie ich ins Krankenhaus kommen sollte. Busse streiken. Eine Freundin hat mich dann zum Glück gefahren und zurück musste ich mitm Taxi.
Die eine Schwester war richtih böse, und machte mir Vorwürfe, warum ich denn nicht in einer Klinik sei. Ich sagte, ich will nicht. Da nahm sie das Telefon und rief jemanden an. Da bekam ich Panik Oo Gott sei dank hat sie nicht in der Klinik angerufen, wie ich befürchtet hatte.

Mitlerweile bin ich auch so weit, dass ich sage, dass Klinik sinnvoll wäre. Kann es mit mir selbst kaum aushalten. Suizidgedanken sind wieder präsent. Selbst wenn die Ärztin mich morgen in die Klinik stecken will, ich hab nichts dagegen. Hab mir jetzt Medis rein gehauen und werde nun schlafen..

Grenze überschritten

Man mag es kaum glauben, aber auch bei mir gibts Grenzen. Eine davon habe ich heute überschritten.

Mir gings den ganzen morgen richtig schlecht, ich war so verdammt depressiv, dass ich wie gelähmt im Bett lag und nichts konnte. Mit nichts, meine ich nichts. Lange konnte ich nichtmal zum Klo aufstehen. Das ging nach ein paar Stunden Gott sei dank und danach war ich auch in der Lage, mei  Handy zu bedienen. Habe meiner Betreuerin geschrieben. Mit ihrer Hilfe hatte ich alles irgendwie irgendwann so weit im Griff, dass ich aufstehen und aufs Sofa gehen konnte. Habe mir dann sogar was zu essen gemacht. Doch dann gings wieder los… mir wurde total schlecht und ich habe mir zum ersten Mal erfolgreich den Finger in Hals gesteckt… mein Essen ausgekotzt… ich war am Boden, bin zusammen gebrochen. Wir oft habe ich dagegen angekämpft? Nicht zu kotzen? Wollte nie da rein rutschen. Und dann war ich so fertig, so sauer… dass ich geschnitten habe. Viel. Bin dann ins Krankenhaus, mit dem Bus. Wo ich zum 1. Mal warten musste, seehr lange. 2 Stunden, die mir wie Jahre vor kamen und ich fast durchgedreht bin. Zu viele Menschen. Nach insgesamt 4 Stunden war ich dann fertig… und als ich alles genäht gesehen habe, habe ich gemerkt und gesehen, was ich alles angerichtet habe. It’s still a mess. So viel wie noch nie. Über 50 Stiche, glaube ich… meine Therapeutin wird in Ohnmacht fallen. Meine Betreuerin auch. Die fanden das ja letztes Mal schon krass. Therapie fällt diese Woche auch noch aus, sie hat Urlaub weil sie umzieht. Ich habe so Angst davor, dass mich einer von den beiden in die Klinik schickt… ich hab meiner Betreuerin geschrieben, als ich aufm Weg ins Krankenhaus war. Kam aber noch keine Antwort. Die wird morgen früh kommen. Ich hoffe, sie macht sich nicht allzu große Sorgen… Ich hab jetzt Schmerzmittel und Schlafmedis genommen. Kann übrigens meinen linken Arm kaum bewegen, die Schwester musste mir in meine Jacke helfen oO Wird in den Nächsten Tagen echt schwer werden… kann nicht duschen, nicht Haare waschen… aber mir wird schon was einfallen. Nur wie ich schlafen soll, weiß ich noch nicht. Die Arztin duzt mich mitlerweile. Sie hat mich gleich erkannt und meinte, dass wir uns kennen und ich vor 2 Wochen da war. Jap. Dieses Mal war sie mir viel sympathischer. Sie kam rein, strich meinen Arm und meinte: Ach mensch… warum machst du sowas? Und warum so viel? Mensch, mensch, mensch…
Ich tat ihr leid, glaube ich.
Beim nähen meinte sie irgendwann: Da bekommt man ja rücken! 😀
Spas beiseite. Aber sie hat viel genäht, fast alles. Ich bin nur wegen 3 Schnitten hin… nunja, that‘ it.
Gute Nacht…