Anstrengend…

Das Gespräch war sehr, sehr anstrengend. Erst habe ich total abgeblockt, kaum was erzählt. Als sie im Nebenraum war um was zu kopieren, kamen die Tränen. Erst still und leise. Als sie wieder kam und was gefragt hat, hab ich richtig angefangen zu weinen… richtig laut.. und dann sprudelten die Worte aus mir raus. Mit den Tränen. M. war total überfordert, weil sie mich so nicht kennt. Ich kenne mich so nicht. Aber es passiert immer öfter die letzten Wochen. 

Sie fragte, ob ich nochmal in die Akutklinik will. Hab ich verneint und auch erklärt warum, das hat sie verstanden. Zum Glück. Sie meinte, sie sieht wie ich kämpfe und dass ich alles dagegen tue, aber scheitere. Soe sagt, ich soll mit meinen abendlichen Ritualen nicht aufhören, auch wenn es im Moment sinnlos erscheint. Ich werde auch nicht aufhören. Sie sagt, dass es zur Heilung dazu gehört. “Healing is not linear“. Und wir müssen jetzt halt schauen, wie wir da durch kommen. Psychiaterin im Urlaub, Therapeutin im Urlaub, Lieblingspflegerin auch. Es wird schwer. Wir schöpfen jetzt alles an Bedarf aus um mich abzudämmen… mal schauen, wie das klappt… 

Angst und die Angst vor der Angst

Seit einiger Zeit habe ich wieder mit Panikattacken zu kämpfen – leider. Ich dachte, ich wäre sie los geworden. Aber nein, dann wenn man es am wenigsten erwartet, kommen sie wieder. Ganz toll.
Als ich das erste Mal wieder eine Panikattacke hatte, saß ich morgens um 6 heulend bei meinen Eltern am Bett weil ich nicht mehr weiter wusste. Und dann kams letze Nacht wieder. Ich hatte so Panik, so weit weg zu sein, von dem Ort, der mir Sicherheit und Halt gibt, dass ich eine schöne Panikattacke bekommen habe. Zum Glück hatte ich diesmal eine Tavor da, die ich gleich nahm. Später, als sie nachlies, kam die Panik jedoch wieder… wie ich es hasse!
Auf jeden Fall hab ich die Fahrt nach Aachen zu Y. abgesagt, mir kam einfach die Panik, wenn ich daran dachte, weit weg zu fahren. Warum auch immer – früher bin ich durch ganz Deutschland gereist, mit 12 schon… oh wie ich diesen ganzen Krankheitsscheiß hasse! Aber mit dem Gedanken, nicht zu fahren, geht es mir etwas besser.
Meine Eltern wissen jetzt auch, dass ich Angst habe, dass mir das zu viel wird, so lange weg zu sein und fahren mich jederzeit zurück, wenn ich das möchte oder es nicht mehr aushalte. Ansonsten bleibe ich bis zum 29. oder 30. hier.

Mein Schlafrythmus ist auch voll im Arsch :/ Mal schlafe ich gar nicht, dann schlafe ich 20 Stunden am Stück (Ohne Hilfe von Tabletten!) und dann wieder ewig nicht. Heute habe ich mich um halb 8 hin gelegt, weil ich den ganzen Tag und die Nacht davor nicht geschlafen habe, hab so um 8 geschlafen, und ab 10 war ich wieder wach -.- Jetzt liege ich hier, fresse Lebkuchen, trinke Cola light und frage mich, was ich mit dem Abend anfangen soll. Vielleicht bastel ich etwas an meinem Blog rum oder schreib noch 23294 Einträger xD Aber das Wlan am Tablet geht irgendwie nicht.. mitm Handy hab ich Wlan, mit dem Tablet verbindet er sich einfach nicht :/
Nunja, ich hoffe, ihr habt eine besser Nacht als ich!

Brenzliche Situation

Heute war ich mit meinem Bezugsbetreuer in der Stadt, und er fing schon wieder an, mich zu provozieren.
‚Ich habe schon wieder ohne ihre Erlaubnis jemanden angerufen!‘ So richtig provokant.
Ich bin ganz ruhig geblieben:‘ Achja, wen denn?‘
‚Frau P., ihre Psychiaterin, liebe Grüße von ihr! Sie scheint ja ganz nett zu sein.‘ In einem Ton…aaahh zum ausrasten!
Aber ich blieb weiterhin ruhig. Hatte echt keine Lust, mich in der Stadt zum Affen zu machen. ‚Achja, und warum?‘
‚Ja wegen ihren Medikamenten. Den Bedarfs-Medis. Da stand so viel, das war mir nicht recht, jetzt hat sie 2 gestrichen.‘
JA DANKE, NEHMEN SIE MIR RUHIG NOCH DAS LETZTE, WAS MICH VOR SCHLIMMEREN BEWAHRT. Aber ich bin ruhig geblieben, auch wenn es in mir tobte.
‚Aha und was?‘
‚Ja, das weiß ich nicht genau. Aber ich habs mir aufgeschrieben, sag ich Ihnen, wenn wir im Büro sind.‘
Guuut, angepisst bin ich immer noch, aber ich fands nicht ganz so schlimm wie gestern. Aber scheinbar hat er nichts verstanden. Nicht ansatzweise.
Heute morgen habe ich mit Frau Pu. geredet, meine Lieblingsbetreuerin aus dem Frühdienst. Sie meinte allerdings, ich solle mich nicht so anstellen und nicht ünertreiben. Ich konnte nicht mal erzählen, was los war, weil sie meinte, sie wisse alles, sie hatte Nachtdienst und er hatte ihr das in der Übergabe gesagt.
Ja toll. Dann hab ich gesagt, dass er sicher nicht erzählt hat, wie er mich die ganze Zeit provoziert hat. ‚AAAAch das kann der gute Herr B. doch gar nicht! Der ist doch immer so ruhig und lieb!‘
Jaja, Arsch lecken. Schön, wie mir keiner glaubt. Habe das Gespräch dann beendet, weil ich echt keine Lust hatte, wieder so wütend wie gestern zu werden.

Als wir dann aus der Stadt kamen, sind wir ins Büro, um den Bedarf, der abgesetzt wurde, aus dem Umschlag für die nächsten 2 Wochen zu nehmen und wollten ihn eigentlich ersetzen. Naja, wie ich schon schrieb, war das Ersatzmedikament leer. Er sagte, nächste Woche würde neues kommen – ich könnte ja dann von meinen Eltern her fahren und noch was abholen. Ja klar, ich fahr eben 100 km um mir Tabletten zu holen, weil die es nicht geschissen kriegen, rechtzeitig welche zu bestellen!
Ich habe dann das abgesetze Medikament zurück in die Schachtel getan und wollte die Schachtel behalten, meinte, es wäre ja schließlich meins und zum weg schmeißen zu schade. Da hat er gesagt, ich soll es ihm geben. Ein paar Mal. Da wurde ich irgendwann trotzig, er wollte meinen Vater anrufen oder die Polizei, damit sie mir das mit Gewalt weg nehmen. Und fast wären mir die Sicherungen durch gebrannt und ich hätte sie alle auf einmal genommen, aus Trotz und um ihm zu zeigen, dass es sehr wohl meine sind und ich sie haben kann, wenn ich will.
Zum Glück habe ich es nicht gemacht! Da hätte ich mir ein Eigentor geschossen und die nächste Zeit in der geschlossenen verbracht, und wäre vielleicht sogar hier raus geflogen. Ich hab ihm die Medis dann gegeben, obwohl ich sie so gern behalten hätte.

Sagt mir, wie soll ich es lernen, verantwortungsbewusst mit Medikamenten umzugehen, wenn ich nie die Chance habe, es zu zeigen? Wenn ich nie beweisen kann, dass sich in dem einen Jahr was getan hat? Oft genug hätte ich die Möglichkeit gehabt, mich überzudosieren, aber hab ich es getan? Nein! Warum gibt mir niemand die Chance, es zu beweisen? Zu zeigen, dass es klappt? Oder wenigstens die Möglichkeit, es zu probieren. Aber nein, alle sagen immer nur, sie können das nicht. Aber die Chance, Möglichkeit, es zu lernen, bekommen ich auch nicht!

So, genug gemeckert. Ich hab meine Medis genommen und werde jetzt noch ein wenig lesen und dann schlafen. Gute Nacht 🙂

Stressiger Tag

Heute Nachmittag hatte ich ziemlichen Stress mit meinem Bezugsbetreuer – mal wieder.
Gegen Nachmittag rief mich meine Mutter an und erzählte mir, dass mein Bezugsbetreuer sie angerufen habe. Er wollte fragen, ob er die Tabletten für 2 Wochen stellen muss oder ob es reicht, wenn er die für eine Woche stellt, und den Rest in nem Briefumschlag mit gibt und meine Eltern die dann stellen können für die zweite Woche. Und ob sie mir die Tabletten einteilen und verwalten würden. Und irgendwas hat er gefaselt wegen Geld, ob es reicht, wenn er mir den Rest Verpflegungsgeld mit gibt oder so.
Als Mama mir das erzählt hat, bin ich fast ausgerastet! Wieso fragt er nicht mich, bevor er meine Eltern anruft? ICH nehme schließlich die Tabletten und ich bin durchaus in der Lage, die selbst zu stellen. Das weiß er auch, mach ich ja hier im Büro auch andauernd. Außerdem war ich sehr angepisst, dass er das hinter meinem Rücken getan hat.
Ich habe ihn dann angerufen und gefragt, was das soll. Er ist dran gegangen und ich meinte: Meine Eltern haben mich angerufen. Und er: Aha, warum?
JA ALS OB SIE DAS NICHT WÜSSTEN!
Der hätte mir das nicht gesagt. Er meinte daraufhin, als ich fragte warum er nichts gesagt hat, dass er schließlich anrufen könnte, wen er wollte und mir keine Rechenschaft ablegen müsste. Nur dass er damit mein Vertrauen gebrochen hat, ist ihm wohl nicht bewusst. Und das nicht zum ersten Mal! Genau die gleichen Probleme hatten wir schonmal, dass er was hinter meinem Rücken gemacht hat, und mich nicht informiert hat. Danach haben wir eigentlich beschlossen, dass er mich wenigstens informiert. Weil wir damals ewig lange richtig Stress hatten. Zudem hat er mir mal wieder nicht zu gehört, denn ich hatte ihm bereits vor Wochen gesagt, dass ich nur eine Woche bei meinen Eltern bin und die zweite Woche in Aachen bei einer Freundin. Wüsste er nichts von, hätte ich ihm angeblich nicht erzählt. Das habe ich jedem hier erzählt, jedem!!
Als ich später bei ihm im Büro war, um meine Medis zu stellen für die 2 Wochen (Ja, ich kanns scheinbar schon…), hab ich ihn nochmal gefragt, warum er meine Eltern angerufen hat. Erst meinte er, er würde so gern mit den telefonieren. Da meint ich nur, jaja witzig, und warum wirklich? Er: Ja ich wollte mich vergewissern wegen den Medis, dass ihre Eltern drauf achten und fragen, ob ich die stellen muss oder ob ihre Eltern das machen können.
JA ICH NEHME DIE TABLETTEN; NICHT MEINE ELTERN! VIELLEICHT SOLLTEN SIE MICH VORHER MAL FRAGEN; BEVOR SIE MEINE ELTERN ANRUFEN; HINTER MEINEM RÜCKEN! FALLS SIE ES VERGESSEN HABEN; ICH BIN EINE ERWACHSENE FRAU UND KEIN KLEINKIND; ÜBER DAS MAN ENTSCHEIDEN MUSS!!!
Da sagte er nur: Ahja.
Ich dachte ich dreh durch! Provoziert der mich weiter, statt mit mir zu reden und das zu klären!
Dann wollte er mir die Medis nicht geben. Ich würde die Samstag oder Sonntag von seinem Kollegen bekommen. Und mein Geld wollte er mir auch erst nicht geben. Da hab ich ihn gefragt, was er denn bitte denkt. Dass ich jetzt zu Rewe gehe und mir 10 Pullen Wodka kaufe und damit die ganzen Tabletten runter spüle. Da hat er eiskalt gesagt: Solange sie hier sind, passiert nichts und wir passen auf. Wenn sie am Sonntag weg fahren, ist mir scheiß egal, was sie dann machen mit den Tabletten!
Ich hab gedacht ich hab Halluzinationen. Ehrlich, war das sein Ernst? Scheinbar schon!
Bin dann irgendwann gegangen, hatte ja eh keinen Sinn mehr. Geld hab ich dann noch bekommen.
Habe dann noch eine andere Betreuerin getroffen und mit ihr geredet und sie ist auch der Meinung, dass das nicht oke ist. Nicht, was er hinter meinem Rücken macht und erst recht nicht, was er sagt. Sie wüsste auch nicht, was mit dem los sei. Denn sonst ist der so eigentlich nicht. (Vor ein paar Wochen hat er, als es mir ziemlich schlecht ging, allerdings gesagt, dass er froh ist, wenn ich endlich weg bin, in der Klinik, und er mich los ist. Aber eigentlich ist der wirklich nicht so.)Ich solle morgen noch mal in Ruhe mit ihm reden, wenn die Gemüter sich wieder etwas beruhigt haben und einen Vetrag mit ihm machen, dass er nichts mehr hinter meinem Rücken macht. Ja, das wollte ich letztes Mal schon, denn ich muss auch immer irgendwelche blöden Verträge mit den machen, aber er wird den nicht unterschreiben. Wollte er letztes Mal schon nicht. Er sieht es einfach nicht ein.

Vor Frust bin ich später noch bei Aldi einkaufen gegangen und hab total tolle Sachen gefunden. 3 Kuschelpullis, für je 3 Euro!
Ein Aquarell-mal-Set zum lernen, ein Zeichen-lern-Set, Acrylfarbe, und ein Buch für Acrylmalerei.

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Die Malsachen werde ich mir schön in Geschenkpapier einpacken und mir selbst zu Weihnachten schenken 🙂 Mache ich jedes Jahr, letztes Jahr gab es einen Karton voller Bücher 🙂
Die Malsachen passen ja gut zu meinen Vorsätzen für das neue Jahr, womit ich ja eigentlich jetzt schon angefangen hab. Was ich aber ganz gut finde =) Man sagt viel zu oft ‚Morgen fang ich damit an‘ und sagt es immer wieder, schiebt es immer wieder vor sich her.

Wir reden und reden aber reden aneinander vorbei…

Letzte Woche hatte ich einen Termin bei der neuen Psychiaterin. Sie ist sehr nett, aber irgendwie auch streng. Wenn man das im Zusammenhang mit einer Ärztin sagen kann. Aber auch sie versteht mich nicht. Ich rede und rede aber niemand versteht mich.
Mein Betreuer hat erzählt, dass ich Tabletten gesammelt habe und dann wollte sie wissen warum. Ich hab versucht, es zu erklären. Habe gesagt, dass ich sie als Sicherheit brauche, falls es mir sehr schlecht geht. Und ich mich nicht melden kann. Damit ich sie dann griffbereit habe und mich betäuben kann. Und sie denkt, ich kann nicht gut genug schlafen. Versteht es einfach nicht. Ich hab gesagt, dass ich keine Medis mehr nehmen will. Aber irgendwann hab ich resigniert und hab sie machen lassen. Nun wurde das Dominal erhöht.
2 mal habe ich die doppelte Dosis genommen und hatte jeden morgen einen Riesen Überhang, sodass ich mit der Betreuerin ausgemacht habe, hier in der Freizeit nur eine zu nehmen und zu Hause ein paar Tage 2 probiere, und vielleicht später in die Tagesstruktur komme. Vielleicht muss sich mein Körper auch nur dran gewöhnen. Wenns nicht besser wird, muss ich wohl noch mal zu der Ärztin…:|

Klinik

Ich habe meiner Betreuerin alles erzählt. Ich soll das genauso morgen dem Arzt erzählen, sie würde mir helfen. Sie will, dass ich da bleibe. Ihrer Meinung nach komme ich aus dem tiefen Loch nicht mehr alleine raus. Sie sorgt sich. Zur Not würde sie den Schritt der Zwangseinweisung gehen. Aber ich will doch gar nicht! Ich glaube nicht, dass mir noch etwas helfen kann. Es ist einfach zu Ende… Wenn ich morgen in die Klinik muss, ist mein einziger Lichtblick auch im Arsch. Eine Freundin wollte mich besuchen kommen. Der einzige Grund, warum ich noch lebe.
Ich bin nicht bereit, was zu ändern. Habe keine Kraft dafür. Ich kann nicht mehr. Ich steh das nicht mehr lange durch…
Meinetwegen nehmen ich meine Medis auch wieder. Ich tu alles, damit ich sie sehen kann und nicht morgen in die Klinik muss. Aber ich fürchte, es ist zu spät 😦

Medikamente

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Ich nehme momentan so viele Medikamente täglich wie noch nie. Und es geht gerade so – ohne würde ich schon längst wieder in der ZNA gewesen sein.
Aber es deprimiert mich, dass ich nur dank Medikamente ein halbwegs stabiles Leben führen kann und die Achterbahn nicht so krasse Loopings, Aufs und Abs macht. Nur wegen den Medis. Und die Grundanspannung ist geringer. Trotzdem ist der Gedanke an SvV immer da..