Wohnung!

ICH HABE DIE WOHNUNG! JUCHUUU!!!!!

Heute war ich beim Amt, ein hin und her gerenne, bin fast durchgedreht. Stand öfter kurz vorm Nervenzusammenbruch. Ich wurde von dem Amt zu dem geschickt und dann wieder wo anders hin. Beim letzten dachte ich dann endlich, dass alles geklärt ist, aber dann fehlten die Unterlagen, die Trulla vom Arbeitsamt natürlich nicht weiter gereicht hat, wie sie eigentlich sollte. Da musste ich dann noch hinterher telefonieren. Aber ich bekam dann nach der Therapie eine Mail, in der Stand, dass die Wohnung genehmigt ist und sie mir die schriftliche Zusagen zu schickt! Wenn ich die habe, muss ich wieder zu den Volksheimstätten und kann dann endlich den Mietvertrag unterschreiben! Yay! Ich bin endlich einen Schritt weiter. Die Freude über die Wohnung hat dann auch den Stress und die Wut wett gemacht, jetzt gehts mir wieder gut =)

In der Therapie haben wir viel geredet. Nicht, dass ich sonst nie reden würde, aber wir haben sehr viel über Ängste, Traume, Umzug, Tablettenmissbrauch geredet. Und meine Therapeutin wurde irgendwann ernst als es um die Tabletten ging. Den Missbrauch, meine Cocktails die ich nehme, wenn ich genug von der Welt habe und einfach mal einen Tag fliehen will. Sie hat gefragt, wo denn die Grenze von „Nur einen Tag schlafen“ zu „Nicht mehr aufwachen“. Sie wurde dann erst recht ernst, als ich meinte, dass ich Angst habe, wenn ich ausgezogen bin. Angst, die Kontrolle zu verlieren und „aus Versehen“ zu viele Tabletten nehme und nicht mehr aufwache. Hier halten mich meine Eltern davon ab, ich will immer den Schein bewahren, dass es mir halbwegs gut geht. Und das geht nicht, wenn ich ewig nicht aufwache und sie den Notarzt rufen. Genauso geht das nicht, wenn sie mich andauernd zum nähen fahren müssten. Deswegen habe ich mich halbwegs unter Kontrolle (Was die Tiefe der Schnitte angeht leider nur…). Sie hat mir zugestimmt, meine Ängste sind berechtigt, aber das Risiko muss ich eingehen. Muss und will ich auch. Hier wirds auch nicht besser. Und zur Not habe ich ja noch J., die mich auffängt. Und zur Not auch in die Klinik bringt, wenn ich nicht mehr kann und nichts mehr kann. Und sie auch. Aber das Risiko, dass ich alles abbreche, bleibt. Aber die Wohnung gibt auch Hoffnung. Ich bin aus der Umgebung raus, wo so viel Mist passiert ist, so viel schief gelaufen ist und vorallem, wo mein Trauma entstand. Aber ich bin froh, dass sie mich ernst nimmt und nicht sagt: Ach, das wird.
Sie nimmt mich ernst, sieht realistisch. Aber sie sieht auch die positiven Seiten. Die sehe ich gerade auch sehr deutlich, aber manchmal kommt die Angst so krass und überwältigt mich..:(

Aber ich habe eine Wohnung! Es geht vorran! Danach kann ich mich langsam an ein Praktikum ran tasten, langsam wieder ins ’normale‘ Leben einsteigen. Nicht, dass mir das keine Angst machen würde, also das ’normale‘ Leben. Aber es wird mir auch Sicherheit, Halt und vor allem einen Sinn im Tag und im Leben geben und mich hoffentlich näher ans Leben wollen ziehen!

Wohnung, Termine, Notaufnahme, Betreuung usw.

Ich lebe noch, ja! Mir geht’s soweit ganz in Ordnung, meine Stimmungsschwankungen sind im Moment extrem stark, was sehr anstrengend ist. Ich bin ziemlich depressiv und dauernd müde, schlapp, gereizt. Habe viele Flashbacks in letzter Zeit gehabt, Angst und Albträume. A. (Betreuerin) hat mich beim letzten Treffen auf meinen Halbbruder angesprochen. Sie weiß nicht, dass er es war, wegen dem ich das Trauma habe. Aber ich hab danach kaum geredet. Sie hat vermutlich gemerkt, dass irgendwas nicht stimmt. Und sie hat sich meine Wunden angeschaut und war erschrocken aufgrund der Menge. Wir werden bald mal zum Arzt gehen, Blut untersuchen lassen wegen meiner Schilddrüse und dem Medikamenten(missbrauch). War nicht meine Idee, um Himmels willen. Aber ich hab das ja im Hilfeplangespräch gesagt, dass sowas schwierig ist bei mir und ich Hilfe brauche. Ist ja eigentlich auch vernünftig.
Am Samstag habe ich mir eine Wohnung angeschaut. Nicht direkt in der Stadt, aber in einem Nebenort. Voll in Ordnung, schöne kuschelige Wohnung ib ruhiger Lage. Morgen muss ich zur Genossenschaft und ich denke, dass ich dann erfahre, ob ich sie bekomme. Danach muss ich noch zum Amt wegen dem Antrag auf Leistung nach dem SGBXII. Danach Therapie und danach Zahnarzt. Danach falle ich tot ins Bett 😀
Samstag hab ich auch mein Herzensmädchen nach 6 Wochen fast, endlich wieder gesehen ♥ Sie hat sich mit mir die Wohnung angeschaut, dann waren wir in der Stadt. Haben eine alte Lehrerin aus der Realschule getroffen, die damals mein Halt war und die erste, die etwas von dem sebst verletzten und alles mitbekommen hat. War schön, sie mal wieder zu sehen. Aber auch sie hat nach meinem Bruder gefragt.
Heute Abend war ich dann in der Notaufnahme, ich wollte beim Einkaufen lustig rum hüpfen und hab mich voll auf die Fresse gepackt. Fast geheult vor Schmerzen. Naja, dann ins Krankenhaus, hatte Angst, dass was gebrochen sei. Gott sei dank aber nicht. Verstaucht und ein rieseb Hämatom, weshalb der Schmerz überall hin zieht.
Nunja. Nun liege ixh im Bett, voll mit Schmerzmittel, aber die Schmerzen sind endlich weg.
Wollte euch nur mal kurz zeigen, dass ich noch Lebe und erzählen, was so los war. Das ein oder andere wird noch ausführlicher in einem extra Post berichtet 😉
Aber nun gehe ich erstmal schlafen 😀

Aufregung und Arsch nicht hoch kriegen

Ich bin aufgeregt. Morgen soll es nun endlich so weit sein: Ich lerne meine Betreuerin kennen! Ich bin echt gespannt uns aufgeregt und alles!
Dann hab‘ ich Donnerstag das Gespräch in der Tagesklinik, weswegen ich auch nervös bin! Weiß gar nicht, was ich sagen soll. Also nicht wirklich. Bzw. Habe ich Angst, dass meine Gründe nicht Grund genug sind für die Tagesklinik…

Und: Ich bin angepisst von mir selbst. Rege mich jeden Tag auf, dass ich hier nicht mehr wohnen will, dass ich das nicht mehr aushalte, aber mehr als Wohnungsanzeigen anzuschauen mache ich auch nicht. Ich kriege es einfach nicht hin, irgendwo anzurufen. Habe eh schon kaum joch Hoffnung, was das alles nicht einfacher macht. Ich kriege meinen Arsch nicht hoch, ich faules, fettes Kind! Ich brauche eigentlich gar nicht rum heulen, wirklich nicht. Ich mache ja nichts. Ich verzweifle 😦

Tagesklinik

Ich überlege ja schon seit längerem, ob ich in die Tagesklinik gehe. Möchte ich am liebsten sofort, aber bislang wollte ich nicht, dass mein Papa dann für mich die Fahrtkosten bezahlen muss. Sind über 100 € für eine Monatskarte. Heute habe ich mit meiner Therapeutin über diesen Gedanken geredet und sie findet die Idee sehr gut. Wir haben uns das gleich noch im Internet angeschaut, also die Seite der Tagesklinik in der Uniklinik. Und sie war schon begeistert. Sie meinte, die Fahrtkosten würden bezahlt werden, aber da müsste ich dort nochmal anrufen. Muss ich ja eh, für ein Infogespräch. Ich hoffe, dass ich das am Montag hinbekomme. Und vielleicht rufe ich die liebe Frau von der Betreuung Montag doch an. Oder schreibe ihr eine Mail. Weil ich habe ein wenig Angst, dass der ganze Kram mit der Betreuung umsonst wäre. Und ich würde da gerne mit ihr hin gehen. Vielleicht. Auf jeden Fall aber nicht alleine. Ich weiß auch gar nicht, wie lange da die Wartezeiten sind.
Aber das würde mich aus diesem Trott hier raus holen, dem Tag eine Aufgabe geben und mich (so hoffe ich) stabilisieren. Zudem müsste ich nicht die ganze Zeit den scheiß hier zu Hause ertragen, bis ich eine Wohnung gefunden habe. Hier in der Stadt sind so viele Studenten dieses Semester, dass die schon in irgendwelchen Hallen untergekommen sind, bis eine bessere Lösung gefunden wird. So viele Studenten waren seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr auf einmal hier. Und das ist eine Uni-Stadt… das macht die Suche mit der Wohnung nicht einfacher.

Leer, deprimiert, traurig, hoffnungslos..

Ich spüre wieder diese Leere in mir, die durch traurigkeit und hoffnungslosigkeit begleitet wird… sonst ist alles leer. Und ich bin deprimiert. Ich habe keinerlei Hoffnung, dass sich noch irgendwas ändern wird in meinem Leben, dass ich irgendwann wieder richtig leben kann. Dass ich Spaß am Leben habe. Ich habe auch die Hoffnung auf die Wohnung verloren. Ich sollte ja alles hinschicken, habe ich 2 Stunden nach dem telefonat sofort gemacht und darum gebeten, dass sie es mir bis heute Abend zurück sendet, damit ich morgen zum Jobcenter kann. Andauernd aktualisiere ich mein Postfach – keine Email von der Vermieterin… Ich hab Angst, dass ich immer hier wohnen bleiben muss, dass es nie besser wird, immer nur schlimmer, dass ich immer alles in mich rein fressen muss und und nach außen hin den Schein bewahren muss, es ginge mir halbwegs gut.
Das einzige, was mir noch Kraft gebracht hat, war die Wohnung. Die Hoffnung auf Besserung. Aber die schwindet immer und immer wieder.
Es gibt auch einfach im Moment keine anderen Wohnungen in meinem Budget, die nicht ausschließlich an Studenten vermietet werden.

Ich möchte am liebsten schneiden. Um zu spüren, dass ich noch lebe. Um es zu sehen. ich könnte ja einfach weiter am Arm schneiden, auf die paar Wunden mehr oder weniger kommt es aus nicht drauf an, langämlich muss ich jetzt eh wieder rum laufen.
Ich weiß nicht, ob ich stark bleiben will. Es wird kälter, geht auf den Winter zu, und meine Lust und Kraft schwindet, gegen das Verlangen anzukämpfen. Warum auch? Ich mag Narben, es ist so kalt, das jeder langärmlig rum läuft, so schnell würde es niemand bemerken. Also warum nicht?

Ich will doch nur, dass alles besser wird.. es ist alles so ambivalent…

Gut? – Gut!

Ich glaube, es geht mir ganz gut im Moment. Die krassen Stimmungsschwankungen sind im Moment nicht da, die letzten Tage waren recht stabil. Welch wunder. Aber es freut mich (:
Ich glaube, ich habe sogar ein wenig Glück. Meine Cousine und ihr Mann haben neue Möbel und haben mich Montag angerufen, ob ich deren alten Möbel haben mag. Bin dann mit Papa rüber und haben alles geholt: 2 Schuhschränke, 2 Wohnzimmerschränke, eine Bar, einen Stepper und einen Gymnastikball 😀
Ich hab jetzt eine halbe Wohnungseinrichtung, nur die Wohnung lässt leider auf sich warten 😦
Es gibt kaum noch Wohnungen, die ich bezahlt bekommen würde, die nicht nur an Studenten vergeben werden oder im Ghetto liegen, wo ich nun wirklich nicht hin will.
Aber nunja, im Moment deprimiert mich das Gott sei dank nicht so.

Ich hab mir gestern gaaaanz viel Fimo gekauft und gaaanz viel schon davon gemacht 🙂
Wenn ihr was sehen wollt, sagt bescheid, dann lade ich mal ein paar Fotos rauf 🙂
Ich hab nen Oktopus gemacht, einen Pilz von SuperMario, Donuts, einen Lolli, einen Notenschlüssel, ein Peace-Zeichen und Plugs 🙂

Und das Geburtstagsgeschenkt von meiner besten Freundin hab ich gestern bekommen, da wir uns nach einer Ewigkeit (eigentlich nur 3 Wochen, kam mir aber vor wie eine Ewigkeit) wieder gesehen haben. Einen tollen, selbst gebastelten Kalender mit gaanz viele Fotos von uns! Uh ich hab mich sooo sehr gefreut ❤ ❤

Auch selbst verletzt habe ich mich seit 11 Tagen nicht, außer ein wenig gekratzt. Nur ich merke langsam wieder, dass es einfach wie eine Sucht ist… aber ich will starkt bleiben!!

Wohnungssuche Teil 2

Der Vermieter der letzten Wohnung hat sich Sonntag gemeldet und abgesagt. Er hat sich für wen anderes entschieden. War ja klar, warum auch für mich?
Nach dem ich die ganze Woche ziemlich down war, hab ich mich Donnerstag mal hin gesetzt und nach Wohnunge geschaut. Aber mehr halbherzig.. aber habe eine gefunden und hatte heute die Besichtigung. Die Vermieterin ist extra von weit weg her gekommen. Sie war total nett, und auch die Frau, die da jetzt wohnt. Ich glaube, die war ungefähr in meinem Alter.
Die Wohnung ist ein Traum. 2 Zimmer, Einbauküche, Balkon, in ruhiger Lage, aber mit dem Rad ca. 15 Minuten in die Stadt. Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe und man darf Haustiere haben.
Die Vermieterin war nicht ganz abgeneigt von mir, nachdem ich ihr von meinen Zukunftsplänen erzählt habe und mein Vater gesagt hat, dass er hinter mir steht und so. Sie wollte sich heute auf jeden Fall melden, per Mail. Seit dem Termin habe ich alle 10 Minuten meine Mails gecheckt. Bis vor 2 Stunden, da hab ichs dann aufgegeben. Ich sitze mal wieder hier und heule, weil ich deprimiert bin. Vielleicht steiger ich mich da auch nur rein, und sie meldet sich morgen, aber gerade bin ich ziemlich am Ende. Dann noch das mit meinen Eltern und letzendlich habe ich Hass auf mich, weil ich mal wieder zu dumm für alles bin.